Dienstag, 31. Dezember 2013

Schatzi! Gib' mich Faaaaabe!

Nach dem ganzen Gestricke mit den Pflanzenfarben und der weißen Wolle für das Orenburgtuch mußte ich unbedingt etwas mehr Farbe auf die Nadeln bekommen.
So passierte es, das ich im örtlichen Handarbeitsladen an einem Knäuel Neonsockenwolle kleben blieb. Es mußte einfach mit. Ich konnte mich nicht wehren. *grins*
Garn: Regia Fluormania Color 4-fach
Farbe: Neon Flower Color Nr. 07187
Nd. 2,75er
Muster: meine Idee

Es ist selten, daß ich ein Paar Socken in 3 Tagen fertig habe. Aber hier habe ich es geschafft. Die Farbintensität löst einem die Netzhaut ab, aber die Socken sehen super aus am Fuß und machen einfach Spaß.

Dies ist mein letzter Beitrag im alten Jahr.

Ich wünsche Euch Allen ein frohes neues Jahr.
Bleibt gesund, glücklich und fröhlich.

LG von Juliane

Mein neues Yogatuch

Endlich ist es fertig. 
Mein Tuch aus dem Garn, daß ich mit Zwiebelschalen gefärbt habe. 
Ich habe dafür ein einfaches Muster gewählt.
 Immer 10 Ms re und 10 Ms li. 
Immer 10 Reihen hoch und dann habe ich die Abfolge gewechselt.
So ist es völlig egal, ob ich das Tuch von dieser oder jener Seite um die Schultern werfe.
Garn: Regia 4-fach Sockenwolle 
Gewicht: knapp 300g
Schulterlänge: 152cm
Breite: 54cm 

Sonntag, 29. Dezember 2013

Meine Lieblingsmütze ist weg!!!

So ein Pech! Nachdem ich sie ca. zwei Wochen lang nicht mehr aufsetzen mußte, weil das Wetter so warm war, wollte ich mich heute zum Spaziergang noch einmal gut bemützen.
Ja Pustekuchen.
Ich mußte mir irgend eine alte Mütze auf den Kopf drücken, denn meine ganz neue Lieblingsmütze (selbstgestrickt natürlich) war nicht aufzutreiben.
Jetzt habe ich alles durchforstet und bin immer noch mützenlos....... und.....ratlos.
Wahrscheinlich habe ich sie verloren........
*schluchz*
Blödblödblöd...
Dabei war das die erste völlig unpieksige, gut passende, nicht zu warm und nicht zu kalte Mütze, die ich selber gestrickt habe.
Nun muß ich nochmal an die Nadeln...
Bin total frustriert.

Freitag, 27. Dezember 2013

Jahresrückblick

Bei Amala habe ich ihren Rückblick für das Jahr 2013 gefunden und so will ich mich in diesem Jahr mal anschließen.

[Ich selbst] Ich weiß nicht, ob ich gut Freund geworden bin mit dem Jahr 2013. Es hat mir nichts getan, aber ich habe das Gefühl, daß es bereits vorbei war, als es erst angefangen hatte. Der Fluß Fadenwirkerin plätscherte und gluckerte fröhlich das Bachbett entlang.

[Familie] Schön! Inge ist in die Schule gekommen und das Lernen tut ihr gut. Emma ist nun in der zweiten Klasse und kommt gut voran. Alles läuft prima mit meinen Kindern. Mein Eheleben ist erfüllt. Mit Glück. Mein Mann ist ein Schatz und eine große Stütze für mich deren Bedeutung mir jedesmal besonders klar wird, wenn er auf der Arbeit Projekte hat, die seine tägliche Arbeitszeit verlängern. Im Frühjahr haben wir ein neues Familienmitglied bekommen. Unsere kleine Langhaardackeldame Susi ist eingezogen. Wir sind allesamt verliebt in den kleinen Charmebolzen, die ihre besondere Magie besonders beim Kuscheln auf dem Sofa entfaltet. *grins*

[Gesundheit] Dank Yoga ging es mir besser als in den Jahren zuvor. Mein Ischiasnerv hat sich in diesem Jahr nicht gemuckt und so kann ich wieder ohne Probleme im Schneidersitz auf der Couch herumlümmeln. Auch mein Rücken hat sich im naßkalten Frühjahr und im Herbst nicht bemerkbar gemacht. Das ist sehr gut so. Leider habe ich mir derzeit meinen rechten Fuß verknackst. Leider kann ich den Fuß zur Zeit nicht abrollen, denn dann brüllt der Mittelfuß mit allen Sehnen und Knochen "Halt ein!". Also eiere ich ein wenig durch die Gegend und laufe über die linke Außenkante.  Herr Blechbläser mußte im Frühjahr sein Knie operieren lassen. Der Meniskus war perdü. Aber auch das ist gut überstanden und so konnte er schon bald wieder joggen. Leider sieht es so aus, als ob nun auch im anderen Knie der Meniskus schmollt. Ich befürchte, daß eine weitere Knie-OP im nächsten Jahr ins Haus steht.

[Kreativität] Ja! Gerne! Immer! Das Jahr 2013 war auch hier Mittelmaß. Ich habe viel gestrickt und wenig gehäkelt. Dafür habe ich nicht gestickt. Gesponnen habe ich sehr wenig und ich muß sagen, daß ich im Moment wenig Lust an meinem versponnenen Hobby verspüre. Meine Spinnradherde habe ich von 6 auf 3 Räder reduziert. Davon sind auch nur zwei wirklich als Alltagsräder zu gebrauchen. Mein Ladybug und mein Sickinger. Nun ja, was aus dem Spinnhobby wird, kann ich im Moment noch nicht sagen. Allerdings habe ich schon daran gedacht das Ladybug auch zu verkaufen und meinen Stash bis auf Kleinigkeiten komplett aufzulösen. Ich bin noch unschlüssig. Im Augenblick spinne ich nur noch auf den monatlichen Spinntreffen und wenigstens das möchte ich beibehalten. Das monatliche Spinntreffen ist mir nämlich heilig. Zum Einen ist es ein Auszeittag für mich als Mutter, zum Anderen schätze ich meine Mitspinnerinnen sehr hoch und sie würden mir allesamt ganz schrecklich fehlen, wenn ich nicht mehr zum Treffen ginge. Egal wie es also wird. Das Sickinger-Spinnrad wird auf jeden Fall bleiben, damit ich für die Treffen ein Rad habe.
Im Spätsommer habe ich mich tatsächlich mal an die Pflanzenfärberei mit Zwiebelschalen begeben. Das Garn war wunderschön und das Tuch aus den drei Strängen ist mir gestern von den Nadeln gehopst und muß nun noch gespannt werden.

[Spiritualität] Das ist ein schwieriges Thema bei mir. Ich tue mich schwer über meine Spiritualität zu sprechen oder zu schreiben und daher wird dieser Einblick ein seltener Moment bleiben. Im  Frühjahr 2013 habe ich mit Kundalini Yoga angefangen und dort einen spirituellen Ankerpunkt gefunden. Ich bin sehr froh darum, denn als mir vor ca. 3 Jahren bewußt wurde, daß mein christlicher Glaube aus einem, von Gewohnheit getragenen aber innerlich leeren Grundgerüst bestand, hing ich in der Luft. Und das ist kein gutes Gefühl. Jedenfalls nicht für mich. Mein Glaube an Gott braucht ein zu Hause und so strampelte ich haltlos in der Luft herum. Erst durch Kundalini Yoga und dem dahinterstehenden Sikh-Dharma verspürte ich ein wenig Boden unter den Füßen. So trage ich die Kara um mich stets daran zu erinnern umsichtig mit mir, meinen Mitmenschen und meinem Glauben umzugehen. KY hat mich innerlich so gefestigt, das ich im Frühsommer die alten Banden abstreifen konnte und aus der katholischen Kirche ausgetreten bin.
Nun fühle ich mich frei. Frei mich neu zu orientieren. Wohin? Ich weiß es nicht so genau. Vielleicht auch wieder zurück zum christlichen Glauben. Aber dann nicht, weil es Gewohnheit ist, sondern weil ich es wirklich will. Mittlerweile weiß ich, daß Gott mich dahin bringt, wohin er mich haben will. Ich warte also ab und lausche. 

[Konsum] Weniger. Das ist auch gut so. Ich habe versucht mit dem Auszukommen, was ich habe und mit dem zufrieden zu sein, was ich besitze. Das fällt mir nicht immer leicht, denn ich bin durchaus der Sehen = Haben wollen Typ. Ich habe mir angewöhnt bei solchen "Anfällen" ein bis zwei Wochen zu warten. Meistens hat sich das Verlangen dann gelegt. Falls nicht, dann darf ich auch zuschlagen. *grins*

[Zum ersten Mal gemacht] Yoga! Ernsthaft ein Tagebuch ganz für mich alleine angefangen.

[Lieblingsorte in diesem Jahr] Mein Lieblingssessel vor dem Gartenfenster.

[Getränk] Definitiv Kaffee. Blond ohne Zucker. Allerdings trinke ich zur Zeit vermehrt Gewürztee und fühle mich damit körperlich fitter und besser. Meinen Kaffeekonsum schraube ich herunter.

[Essen] Chips. Wie immer. Wie jedes Jahr. *seufz* Viel zu viel!

[Erkenntnis des Jahres] Gott ist in mir und überall um mich herum. Er hat mich nie verlassen und ich habe ihn nie verlassen, denn Gott zu verlassen bedeutet sich selbst zu verlassen.

[Drei besondere Höhepunkte] Der Kauf unseres Hundes, die Einschulung meiner jüngsten Tochter und die Möglichkeit ein weiteres Jahr für Amala Tagebuch führen zu können.

[Besonderer Tiefpunkt] Die Trennung unserer Nachbarn und das Abwettern der ungefilterten Emotionen meiner Nachbarin, die häufig Trost und Zuflucht bei uns suchte. Hier mußte ich stark abgrenzen und von mir schieben ansonsten hätte ich mein eigenes Ertrinken in den nachbarschaftlichen Problemen zugelassen.

[Pläne für das neue Jahr] Im Herbst 2014 endet mein unbezahlter Urlaub und ich fange nach 9 Jahren wieder an zu arbeiten. 16 Stunden in der Woche. Ich habe Schiß, denn nichts ist mehr wie es war. Während 6 Jahren Elternzeit und 3 Jahren Urlaub ist eine Menge passiert in meinem Beruf. *seufz*
Vielleicht ein zweiter Hund?Vielleicht! Noch ist nichts entschieden, aber ich denke stark darüber nach und mein Gemahl ebenfalls, allerdings mit mehr Bedenken.


Außerdem muß mein Blog besser gepflegt werden. Hier ist ja alles voller Staub und Spinnweben.....*husthust*
Tagebuch schreiben. Diesmal nur für mich.

[2013 in wenigen Worten] Es war ein gutes Jahr und es plätscherte vor sich hin.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Ein erneuter Versuch......

Bereits zu Anfang diesen Jahres bin ich mit einem Projekt angefangen, das ich schon immer mal stricken wollte. Ich wollte den Orenburg Style Shawl stricken. Das die ganze Sachen bei Weitem nicht trivial war und die Anleitung dazu fehlerbehaftet bin ich bei meinem ersten Versuch nicht über die 24te Zacke der unteren Spitzenkante hinausgekommen. Meinen Frust hatte ich damals in diesem Post niedergeschrieben.

In diesem November wollte ich es noch einmal versuchen und bin zunächst über ein unpassendes Garn gestolpert. Netterweise hat mir Elke dann ganz schnell und unkompliziert zu einen tollen Ersatzgarn verholfen. Ich habe ein Merinogarn gezwirnt mit der Lauflänge 1400m/100g bekommen. Wunderbares Material.

Mit neuem Mut, tollem Garn und guter Laune habe ich noch einmal die Spitze angefangen um dann festzustellen, daß ich mich bei der Nadelgröße vertan habe. Ich dachte ich stricke mit 2er Nadeln. So war es aber nicht. Mit 2,5er Nadeln habe ich gestrickt und das Maschenbild war schlichtweg *örks*.

Der nächste Versuch endete mit einer Fallmasche, die bis unten durch fiel und mich in einen argen Blutrausch versetzte.
Es war fast so, als wollte das Tuch von mir nicht gestrickt werden. Das kam aber nicht in Frage. Ich lasse mir doch nicht vorschreiben was ich zu stricken habe! Schon gar nicht von Stricknadel oder Garn. HA!

Verbissen habe ich nochmal angefangen und siehe da! Es klappt. Nunmehr ist die untere Spitzenkante fertig geworden. Auch habe ich beide Zacken an der Ecke mit verkürzten Maschen gestrickt und die Längskante aufgenommen. Jetzt ich 358 Maschen auf der Nadel und freue mich.

So sieht das Tuch nun aus. *schnauf*
Nun habe ich wieder einen Strickstop auszuhalten. Die 2er Rundstricknadeln von P**m sind zwar an sich in Ordnung, aber ich bekomme die Maschen nicht mehr vom Seil auf die Nadel geschoben. Das ist ein sehr mühsames Geschäft. Jetzt warte ich auf 2er Jackenstricknadeln und werde damit weitermachen.
Bis dahin muß ich mich in Geduld üben. Und davon habe ich bekanntlich wenig.

Freitag, 13. Dezember 2013

Albträume.....Nachtschreck......und ähnliches Getier

Meine kleine große Tochter hat so manche Unart von mir übernommen. Unter anderem leidet sie, wenn sie krank wird oder sie sich Sorgen macht (Lampenfieber vor einem Schulauftritt) an Albträumen, wie ich es als kleines Mädchen auch tat.
Immer 1 bis 1,5 Stunden nach dem Einschlafen taucht meine Tochter dann in eine Traumwelt ein, die sie weinen, schreien und zittern läßt und mir und Herrn Blechbläser turbulente 15 Minuten beschert.
Bisher jedenfalls.

Sie wird niemals wach dabei und lässt sich auch nicht wecken. Selbst wenn sie mich ansieht und mit mir spricht ist sie nicht wach, sondern noch in ihrer Traumwelt gefangen. Bislang hatten wir immer größte Schwierigkeiten sie während dieser Zeit zu beruhigen und wieder in einen ruhigen Schlaf zu bringen. Alles was wir taten brachte letztendlich keinen Erfolg und sie mußte mit dem Traum und ihrer Angst alleine fertig werden. Das hat auch schon mal eine Viertelstunde gedauert.

Das war total frustrierend, obwohl ich wußte, daß ihr diese Träume nicht schaden und sie sich am nächsten Morgen nie an das Geträumte erinnern kann.

Seit einiger Zeit haben wir aber einen Trick gefunden um sie in kürzester Zeit wieder zu beruhigen.
Diesen Trick möchte ich gerne mit anderen Eltern teilen, die sich vielleicht auch fragen, wie sie ihren Kindern über den Albtraum hinweg helfen können. Der Trick ist recht einfach und er funktioniert bei meiner Tochter zuverlässig gut.

Ich baue mich in den Traum meiner Tochter ein. Da sie während des Albtraums einigermaßen artikuliert sprechen kann (sie ist 8 Jahre alt) ist meine erste Frage immer:
"Bist Du in Deinem Zimmer?" Meistens ist die Antwort "Nein!" "Wo bist Du denn?" Auf diese Frage kann sie häufig nicht antworten, manchmal aber schon. Beim letzten Traum wußte sie nicht, wo sie ist und da habe ich ihr gesagt: "Egal wo Du jetzt bist und was passiert, ich komme zu Dir. Siehst Du mich? Und jetzt hebe ich Dich hoch und bringe Dich nach Hause!" Dabei hole ich sie aus dem Bett und nehme sie auf den Arm. Dann simuliere ich den Weg nach Hause. Ich laufe ein wenig im Zimmer herum und beschreibe ihr den Weg dabei: "Jetzt laufen wir nach Hause. Da ist es ja schon. Jetzt gehe ich mit Dir die Treppe hoch und in Dein Kinderzimmer. Schau mal! Der Papa ist auch da. Jetzt ist alles wieder gut. Du bist in Sicherheit! Ich lege Dich in Dein gemütliches Bett und Deine Stofftiere warten schon auf Dich!"
Dann lege ich sie wieder ins Bett und spreche weiter mit ihr. Sage ihr, daß sie nun ganz in Ruhe einschlafen darf und sie nun in Sicherheit ist. Manchmal singe ich ihr nochmal ihr Schlaflied als bekanntes Einschlafritual.

Und zack! Mein Mädel hat sich in ungefähr drei Minuten beruhigt und schläft ohne zu weinen und sich zu fürchten weiter.
Je nach Traum muß ich das ein wenig abwandeln.

Wichtig für mich ist: Mit meiner Tochter sprechen (als wäre sie wach), versuchen herauszufinden, was gerade mit meinem Kind passiert. Mich in den Traum sprechen und meine Tochter schützen und im Traum in einen sicheren Bereich bringen, denn die reale Welt ist in diesem Augenblick für sie nicht relevant. Meine Tochter arbeitet im Traum mit und nimmt mich als Ankerschnur um sich zu beruhigen.

Schon lange fertig....

.....ist dieses Tuch. Wie Ihr sehen könnt, habe ich noch nicht mal die Fäden vor dem Ablichten vernäht. *schäm* Ich hatte es eilig, denn am nächsten Morgen sollte das Tuch in aller Hergottsfrühe zu einem lieben Menschen wandern.
Design:Delusional Knitter
Garn: Sockengarn unbekannter Herkunft, aber seeehr weich
Farbe: Überfärbung eines ungeliebten Sockenwollstranges mit Zwiebelschalen und dann mit dunkelrotem Simp***ol.
Nd: KP Symfonie Gr. 4
Verbrauch: ca. 85g