Sonntag, 31. März 2013

Frohe Ostern..........

.............wünsche ich allen Früh- und Spätaufstehern!

Bis jetzt konnte ich den frühen Ostermorgen in seiner ganzen Pracht genießen.

So ungefähr ab 03:27 Uhr (Sommerzeit!). Da hörte ich ein leises lautes Rumoren im Flur. Nach einem verwirrten Blick auf die Uhr taumelte ich aus dem Bett und überraschte meine Inge dabei, wie sie mit ihrem Osterkörbchen über den Flur schob und drauf und dran war ihre Schwester aus dem Schlaf zu reißen.
Nun gut. Ingelein hat keine Uhr im Zimmer, also habe ich sie mit einem Minimum an Aufwand wieder in ihr Bett gescheucht. Die Frage, warum es noch nicht Aufstehzeit sei, habe ich mit einem knappen "Weil es mitten in der Nacht ist" abgewürgt. Um diese Uhrzeit bin ich nicht in der Lage gepflegte Konversation zu betreiben.

Genau eine Stunde später um 04:30 Uhr hatte ich das Gefühl, daß ich in einer Zeitspirale sitze. Rumoren im Flur, mit verklebten Augen aus dem Bett taumeln, Inge im Flur, Inge ins Bett scheuchen, "es ist immer noch mitten in der Nacht" etc....

04:45 Uhr: Ich liege im Bett und kann nicht schlafen...........
05:00 Uhr: Im unruhigen Halbschlaf höre ich den Lichtschalter in Inges Zimmer und bin prompt wieder hellwach........

05:45 Uhr: Der Terrorwecker von Herrn Blechbläser bimmelt (bzw. schaltet das Radio ein). Herr Blechbläser muß mit seinem Posaunenchor auf einem Friedhof eine frühe Osterandacht spielen und dabei friedlichen Kaninchen einen lauten Ostergruß ins Löffelchen schmettern und ihnen den Schreck ihres Lebens bescheren. Ich brauche nicht zu betonen, daß ich bereits wieder wach bin.....

06:00 Uhr: Klein Inge klettert in mein Bett, weil sie nicht schlafen kann und so aufgeregt ist. Prima! Ich kann auch nicht schlafen und so langsam bin ich auch aufgeregt.

06:20 Uhr: Inge ist gegangen. Ihr war langweilig! Mir nicht, denn ich habe mir einen langen Monolog über den Osterhasen anhören dürfen den Inge mir ins Ohr geflüstert hat. Wobei das Wort "Flüstern" bei kleinen Kindern sehr relativ ist, wenn es direkt neben einem streßgeplagten Ohr geschieht.

06:30 Uhr: Ich habe die Nase voll und kapituliere. The Rising of Mrs. Fadenwirkerin! Wenigstens lockt in der Küche eine gute Tasse Kaffee. Die wird mich bestimmt wieder aufbauen.....

Fazit des Ganzen:
Wenn ich den sprichwörtlichen frühen Vogel erwische, dann brate ich ihn in der Pfanne.......

Samstag, 30. März 2013

Was für ein schöner Tag.

Dieser Tage scheint es Alle zu beschäftigen. Das Wetter! Blick aus dem Fenster. Grau. Kalt. Schneegraupel.
"Naaaaaaaaa Toll! Schon wieder!" *schnauf* Frau, Mann, Kind sind direkt nach dem Aufstehen und noch vor dem Frühstück angegrätzt. "Sch...... Wetter!"  Ist das nicht ein herrlicher Tagesbeginn? Ein Blick nach Draußen und schon ist der Tag im Eimer. Die Stimmung ist wunderbar gereizt und die Luft geladen.
Hach jaaaa. Was für ein Potential für einen verkorksten Tag.

Warum eigentlich? 
Das Wetter ist einfach.
Es findet statt ohne sich um meine Befindlichkeiten, Wünsche und Launen zu kümmern.
Egal was ich zu Tagesbeginn hinter meiner Fensterscheibe sehe.
Vielleicht grauen kalten Schneegraupel? Wahrscheinlich!
Ich kann es nicht ändern.
Kein Frust, keine miese Laune, kein genervtes Stöhnen wird auch nur ein Graupelkörnchen daran hindern vom Himmel zu fallen oder gar die Sonne dazu animieren ihre Nase hervorzustrecken.

Also trotze ich auf meine Weise.
Ich schaue raus und sehe: Grau, Kalt und Schneegraupel......
Und dann lächle ich und bin glücklich, denn genau hier, auf meiner Seite der Fensterscheibe ist es warm, gemütlich und laut, denn meine Kinder toben herum und ich werde gleich einige Yoghurtflecken vom Boden wischen. Auch Herr Blechbläser hat Urlaub und der Ruf nach Kaffee dröhnt durchs Haus. Ich überlege mir, welche schönen Farben in meinem Faservorrat liegen und nehme mir vor, einen besonders bunten Kammzug auszuwählen.

Dann nippe ich an meinem Kaffee und freue mich auf den schönen Tag.
Was er mir bringen wird?
Ich weiß es noch nicht genau, aber eine schlechte Grundstimmung, wegen einer Sache die ich nicht zu ändern vermag, ganz gewiß nicht.

Samstag, 23. März 2013

Handgesponnenes Garn............

.............hat eine ganz besondere Eigenschaft. Frau fängt mit dem Stricken an und kann gar nicht mehr aufhören.......................... "Ich gehe schlafen, kommst Du mit mein Schatz?" fragte Herr Blechbläser. "Oooch, nur noch eine Reihe." Das war gegen 22:00 Uhr............. Nun........ich denke, jetzt muß ich wirklich mal in Morpheus Arme sinken. Vielleicht träume ich von Schäfchen.......

Freitag, 22. März 2013

Gebuntetes Milchschaf

Irgendwann im letzten Jahr hatte ich ein wunderbar gefärbtes Milchschaf-Kardenband von Ester erstanden. 
Es war ein wahres Fest es zu verspinnen.
Ich muß ja gestehen, daß ich weiche Fasern schön am Hals finde, aber furchtbar langweilig zu verspinnen.
Da schätze ich die etwas rauheren Fasern, 
bei denen ich auch etwas Gefühl in den Händen habe und nicht nur die ewig gleiche Glätte.
 
 Jetzt hat es mich quasi umgarnt und es ist in Rekordzeit (für mich jedenfalls) fertig geworden. 
Das Bild vom Kardenband hat die Farbe besser getroffen.
Daten:
Faser: Milchfaser
Färberin: Ester / Adoptivwolle
Gewicht: 256g (nach dem Spinnen und Waschen)
Lauflänge insgesamt: 924m
Lauflänge/100g: 360m

Mit diesem Garn (und einem oder zwei noch zu spinnenden)
werde ich den
von Shelley Mackie
als Weste stricken.
Die Inspiration dazu habe ich von Anke, die jedoch eine andere Anleitung genutzt hat.

Sonntag, 17. März 2013

Strudel..............

Aus meinem handgesponnenen Aquarius habe ich passender Weise einen Strudel für den Hals gestrickt. Hier darf er mich an kalten Tagen umströmen und wärmen.
Vielen Dank für die Anregung liebe Uta!
Garn: 100% Merino - handgesponnen von mir
Gewicht: 150g
Länge: 276cm von Zipfel zu Zipfel
Breite: ca. 30cm an der breitesten Stelle
Das Muster ist "frei Schnauze" von mir gewählt.
Ich bin mächtig zufrieden mit dem Tuch und mit all' den Arbeitsstunden, die in der Verarbeitung liegen (kardieren, spinnen, stricken) ist es mal wieder eine kleine Kostbarkeit geworden, die mit Geld nicht aufzuwiegen ist.

Samstag, 9. März 2013

Ich bin ein Jammerlappen.....

....denn ich fühle mich gerade ziemlich jammerig, denn das Haus ist auf einmal  ruhig geworden.
Meine beiden kleinen Mäuse schlafen bei ihren Freundinnen und ich muß zu Hause bleiben.
Na gut...... ist ja nicht so, als wäre ich alleine, denn Herr Blechbläser leistet mir ja auch Gesellschaft..... aber irgendwie............... trotzdem..........*seufzl* Bin ich doch noch gar nicht gewohnt. Doofes Gefühl.......

Mittwoch, 6. März 2013

Schultertuch

Wie ja schon angekündigt war meine letzte Kette auf dem Webrahmen doch nicht die letzte, sondern die........ Na egal.
Nach dem Großprojekt Webdecke habe ich mal etwas Feineres weben wollen und ein schönes Konengarn in Naturfarbe hervorgekramt. Ich wollte ein dünnes Schultertuch weben und das ist es auch geworden. Leicht, weich und schmusig. Hach. Einfach kuschelig.
Im Übrigen hatte ich keine Lust Fransen zu drehen, daher habe ich einfach die Kettfäden locker geflochten. Das finde ich auch sehr schön. Durch die leichte Unregelmäßigkeit im Faden hat das Tuch ein schönes Muster bekommen.
Daten:
Schultertuch rechteckig
Garn: Merino/Poly (80/20)
Lauflänge: geschätzte 1400m/100g (2-fädig verzwirnt)
Webblatt: 40/10
Länge: ca. 170 cm
Breite: ca. 53cm
Gewicht: 152g

Zu Anfang, da hatte ich noch keine Ahnung was ich mit dem Tuch machen soll, aber beim Weben habe ich eine Bestimmung gefunden. Da ich seit Anfang des Jahres Kundalini Yoga mache nehme ich es als Schulter- und Nierenwärmer bei den Übungen.
So fügt sich alles gut ineinander.
Sat Nam

Montag, 4. März 2013

Gut bemützt ist...........

.......halb ganz gewärmt.
Ein ganz banaler Eintrag an einem ganz banalen Montag. *gäääähn*
Mal was ganz Neues auf diesem Blog in diesem Winter.
Eine Mütze.
Tädääääää!!!!
*gacker*
Da in diesem Winter ja bekanntlich Häkelmützen aus dickem und schrillen Garn superhip sind, habe ich mich auch daran gewagt. Schrill ist die Mütze nun nicht, aber dick ist sie. Und warm. Und gut sieht sie auch aus, denn ich habe dafür gesorgt, daß sie mir nicht wie ein ausgehöhlter Kürbis auf dem Kopf sitzt, sondern leicht slouchy daher kommt und mir daher schön schräg auf dem Kopf sitzt. 

Eine Anleitung dafür habe ich nicht gehabt.

Hier mein eigenes Rezept für die Mütze:

Verwendetes Garn: 
smc-select
Boston
Farben: rot, grau, natur
Nd. 8

Ich habe eine Luftmaschenreihe angeschlagen und dafür gesorgt, daß sie gerade die rechte Länge hatte um meinen Kopf zu umfangen. Nicht zu locker (denn ansonsten verdeckt die Mütze die Sicht bei jeder Autofahrt) und nicht zu eng (denn in diesem Falle würde die Blutzufuhr zu meinen Ohrspitzen abgebrochen).
Dann habe ich alle weißen Maschen mit halben Stäbchen gehäkelt und alle bunten Maschen mit festen Maschen.

Alles gerade hoch und da ich eine sture Münsterländerin bin, habe ich damit auch nicht aufgehört um Abnahmereihen zu beginnen, sondern habe irgendwann einfach aufgehört weiter zu häkeln. Zum Schluß habe ich an passender Stelle eine Luftmaschenkette durch die Maschen gezogen und den "Sack zu gemacht".
Ach ja:
Jede Reihe habe ich mit einer Kettmasche zum Ring geschlossen.
Bei der Anprobe habe ich dann nur noch gehofft, daß sie mir auch steht, denn ansonsten hätte es einen Halswärmer gegeben.

Freitag, 1. März 2013

Ein neues Seelenbild

Ich nenne meine kleinen freien wolligen Stickereien Seelenbilder, weil sie genau das sind. 
Sie spiegeln mich und mein Gemüt zum Zeitpunkt des Stickens wieder 
und jedes Bild ist etwas ganz Besonderes.
Ebenso wie die Frau, für die ich das Bild über einen langen Zeitraum gestickt habe.
Das Bild ist ein Schutzumschlag für ein Tagebuch, das nach einer angemessenen Ummantelung rief.
Auf der Vorderseite die wandernde Weltenschildkröte im Fluß der Gezeiten. Die Sonne als Lebensspenderin. Der Mond ist auch hier Symbol aller Weiblichkeit und weil ich und der Vollmond kein gutes Verhältnis miteinander haben, habe ich mich für den Sichelmond entschieden.
Auf der Rückseite die Hand, die zu den Sternen greift und sich auch durch das brennende Feuer des Lebens nicht abhalten läßt.
Auf dem Handrücken habe ich eine Spirale gestickt als Symbol dafür, daß der Kreis des Lebens geschlossen ist und sich zeitgleich auch immer wiederholt.
Ein Seelenbild.
Ich habe es fast nicht über mich gebracht es abzugeben.
Aber das scheint mir auch gut zu sein, denn wenn es mir gleichgültig gewesen wäre, 
dann wäre es kein echtes Seelenbild.