Freitag, 27. Dezember 2013

Jahresrückblick

Bei Amala habe ich ihren Rückblick für das Jahr 2013 gefunden und so will ich mich in diesem Jahr mal anschließen.

[Ich selbst] Ich weiß nicht, ob ich gut Freund geworden bin mit dem Jahr 2013. Es hat mir nichts getan, aber ich habe das Gefühl, daß es bereits vorbei war, als es erst angefangen hatte. Der Fluß Fadenwirkerin plätscherte und gluckerte fröhlich das Bachbett entlang.

[Familie] Schön! Inge ist in die Schule gekommen und das Lernen tut ihr gut. Emma ist nun in der zweiten Klasse und kommt gut voran. Alles läuft prima mit meinen Kindern. Mein Eheleben ist erfüllt. Mit Glück. Mein Mann ist ein Schatz und eine große Stütze für mich deren Bedeutung mir jedesmal besonders klar wird, wenn er auf der Arbeit Projekte hat, die seine tägliche Arbeitszeit verlängern. Im Frühjahr haben wir ein neues Familienmitglied bekommen. Unsere kleine Langhaardackeldame Susi ist eingezogen. Wir sind allesamt verliebt in den kleinen Charmebolzen, die ihre besondere Magie besonders beim Kuscheln auf dem Sofa entfaltet. *grins*

[Gesundheit] Dank Yoga ging es mir besser als in den Jahren zuvor. Mein Ischiasnerv hat sich in diesem Jahr nicht gemuckt und so kann ich wieder ohne Probleme im Schneidersitz auf der Couch herumlümmeln. Auch mein Rücken hat sich im naßkalten Frühjahr und im Herbst nicht bemerkbar gemacht. Das ist sehr gut so. Leider habe ich mir derzeit meinen rechten Fuß verknackst. Leider kann ich den Fuß zur Zeit nicht abrollen, denn dann brüllt der Mittelfuß mit allen Sehnen und Knochen "Halt ein!". Also eiere ich ein wenig durch die Gegend und laufe über die linke Außenkante.  Herr Blechbläser mußte im Frühjahr sein Knie operieren lassen. Der Meniskus war perdü. Aber auch das ist gut überstanden und so konnte er schon bald wieder joggen. Leider sieht es so aus, als ob nun auch im anderen Knie der Meniskus schmollt. Ich befürchte, daß eine weitere Knie-OP im nächsten Jahr ins Haus steht.

[Kreativität] Ja! Gerne! Immer! Das Jahr 2013 war auch hier Mittelmaß. Ich habe viel gestrickt und wenig gehäkelt. Dafür habe ich nicht gestickt. Gesponnen habe ich sehr wenig und ich muß sagen, daß ich im Moment wenig Lust an meinem versponnenen Hobby verspüre. Meine Spinnradherde habe ich von 6 auf 3 Räder reduziert. Davon sind auch nur zwei wirklich als Alltagsräder zu gebrauchen. Mein Ladybug und mein Sickinger. Nun ja, was aus dem Spinnhobby wird, kann ich im Moment noch nicht sagen. Allerdings habe ich schon daran gedacht das Ladybug auch zu verkaufen und meinen Stash bis auf Kleinigkeiten komplett aufzulösen. Ich bin noch unschlüssig. Im Augenblick spinne ich nur noch auf den monatlichen Spinntreffen und wenigstens das möchte ich beibehalten. Das monatliche Spinntreffen ist mir nämlich heilig. Zum Einen ist es ein Auszeittag für mich als Mutter, zum Anderen schätze ich meine Mitspinnerinnen sehr hoch und sie würden mir allesamt ganz schrecklich fehlen, wenn ich nicht mehr zum Treffen ginge. Egal wie es also wird. Das Sickinger-Spinnrad wird auf jeden Fall bleiben, damit ich für die Treffen ein Rad habe.
Im Spätsommer habe ich mich tatsächlich mal an die Pflanzenfärberei mit Zwiebelschalen begeben. Das Garn war wunderschön und das Tuch aus den drei Strängen ist mir gestern von den Nadeln gehopst und muß nun noch gespannt werden.

[Spiritualität] Das ist ein schwieriges Thema bei mir. Ich tue mich schwer über meine Spiritualität zu sprechen oder zu schreiben und daher wird dieser Einblick ein seltener Moment bleiben. Im  Frühjahr 2013 habe ich mit Kundalini Yoga angefangen und dort einen spirituellen Ankerpunkt gefunden. Ich bin sehr froh darum, denn als mir vor ca. 3 Jahren bewußt wurde, daß mein christlicher Glaube aus einem, von Gewohnheit getragenen aber innerlich leeren Grundgerüst bestand, hing ich in der Luft. Und das ist kein gutes Gefühl. Jedenfalls nicht für mich. Mein Glaube an Gott braucht ein zu Hause und so strampelte ich haltlos in der Luft herum. Erst durch Kundalini Yoga und dem dahinterstehenden Sikh-Dharma verspürte ich ein wenig Boden unter den Füßen. So trage ich die Kara um mich stets daran zu erinnern umsichtig mit mir, meinen Mitmenschen und meinem Glauben umzugehen. KY hat mich innerlich so gefestigt, das ich im Frühsommer die alten Banden abstreifen konnte und aus der katholischen Kirche ausgetreten bin.
Nun fühle ich mich frei. Frei mich neu zu orientieren. Wohin? Ich weiß es nicht so genau. Vielleicht auch wieder zurück zum christlichen Glauben. Aber dann nicht, weil es Gewohnheit ist, sondern weil ich es wirklich will. Mittlerweile weiß ich, daß Gott mich dahin bringt, wohin er mich haben will. Ich warte also ab und lausche. 

[Konsum] Weniger. Das ist auch gut so. Ich habe versucht mit dem Auszukommen, was ich habe und mit dem zufrieden zu sein, was ich besitze. Das fällt mir nicht immer leicht, denn ich bin durchaus der Sehen = Haben wollen Typ. Ich habe mir angewöhnt bei solchen "Anfällen" ein bis zwei Wochen zu warten. Meistens hat sich das Verlangen dann gelegt. Falls nicht, dann darf ich auch zuschlagen. *grins*

[Zum ersten Mal gemacht] Yoga! Ernsthaft ein Tagebuch ganz für mich alleine angefangen.

[Lieblingsorte in diesem Jahr] Mein Lieblingssessel vor dem Gartenfenster.

[Getränk] Definitiv Kaffee. Blond ohne Zucker. Allerdings trinke ich zur Zeit vermehrt Gewürztee und fühle mich damit körperlich fitter und besser. Meinen Kaffeekonsum schraube ich herunter.

[Essen] Chips. Wie immer. Wie jedes Jahr. *seufz* Viel zu viel!

[Erkenntnis des Jahres] Gott ist in mir und überall um mich herum. Er hat mich nie verlassen und ich habe ihn nie verlassen, denn Gott zu verlassen bedeutet sich selbst zu verlassen.

[Drei besondere Höhepunkte] Der Kauf unseres Hundes, die Einschulung meiner jüngsten Tochter und die Möglichkeit ein weiteres Jahr für Amala Tagebuch führen zu können.

[Besonderer Tiefpunkt] Die Trennung unserer Nachbarn und das Abwettern der ungefilterten Emotionen meiner Nachbarin, die häufig Trost und Zuflucht bei uns suchte. Hier mußte ich stark abgrenzen und von mir schieben ansonsten hätte ich mein eigenes Ertrinken in den nachbarschaftlichen Problemen zugelassen.

[Pläne für das neue Jahr] Im Herbst 2014 endet mein unbezahlter Urlaub und ich fange nach 9 Jahren wieder an zu arbeiten. 16 Stunden in der Woche. Ich habe Schiß, denn nichts ist mehr wie es war. Während 6 Jahren Elternzeit und 3 Jahren Urlaub ist eine Menge passiert in meinem Beruf. *seufz*
Vielleicht ein zweiter Hund?Vielleicht! Noch ist nichts entschieden, aber ich denke stark darüber nach und mein Gemahl ebenfalls, allerdings mit mehr Bedenken.


Außerdem muß mein Blog besser gepflegt werden. Hier ist ja alles voller Staub und Spinnweben.....*husthust*
Tagebuch schreiben. Diesmal nur für mich.

[2013 in wenigen Worten] Es war ein gutes Jahr und es plätscherte vor sich hin.

Kommentare:

  1. liebe juliane,
    vielen dank, daß du den rückblick auch gemacht hast :) es scheint, daß du in 2013 viele "lose enden" einfangen und verknüpfungen herstellen konntest - das freut mich sehr :)
    und natürlich freue ich mich auch darüber, daß wir unser tagebuchschreiben fortsetzen :D
    liebe grüße,
    amala

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  2. Dass das Jahr für Dich nur so hingeplätschert ist, liest sich für mich nicht. Ich finde gerade die religiöse-spirituelle Sache interessant zu lesen. Es ist ein echter Gewinn, eine Erkenntnis fürs Leben, wenn man so will.
    Doch ganz egal wie das Jahr nun wirklich war, ich wünsche Dir ein superdupertolles 2014.
    Liebe Grüße von Inken

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  3. Dein Jahresrückblick:
    Wunderschön - sehr ehrlich - berührend - offen für das was kommt - eine Bereicherung!
    Danke fürs Teilen.
    Namaste Kirsten

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