Donnerstag, 21. Februar 2013

Einmal um die Ecke gestrickt......

Im Dezember letzten Jahres hatte ich ein Tuch im Orenburg-Stil auf den Nadeln. Zeitgleich las ich das Buch "Gossamer Webs" von Galina Khmeleva and Carol R. Noble. Das Projekt erfuhr ein jähes und brutales Ende, als ich nach ca. 30 gestrickten Spitzen der Außenkante bei der Information angekommen war, daß Orenburg Tücher stets ohne linke Maschen gestrickt werden.
Dumm war nur, daß ich fröhlich pfeifend in jeder Rückreihe bei der Spitzenkante linke Maschen gestrickt hatte. Besonders ärgerlich fand ich in diesem Falle, daß die Anleitung für die Außenkante bereits korrigiert war und das in der Originalversion für die Rückreihe rechte Maschen verzeichnet waren. Da hatte man den eigentlich Fehler korrigiert um dann einen neuen schwerwiegenden Fehler einzubauen.

Also habe ich laut schimpfend alles geribbelt und die Wolle flog mitsamt Nadeln in die Ecke.
Gestern habe ich mich dann daran gemacht und wollte lernen, wie bei Orenburg Tüchern die Ecken gestrickt werden. Das wird in dem o.g. Buch detailliert beschrieben. Also Sockenwolle ans Licht gebracht, Nadeln scharf gemacht und losgelegt.
Heute bin ich fertig geworden  und ich habe das Prinzip nun begriffen. Scheine ja doch nicht so ganz begriffsstutzig zu sein.
Herausgekommen ist ein Minideckchen mit einer Kantenlänge von ca. 15cm . Ob ich es wohl als Sofaschoner benutze? *harhar*

Kommentare:

  1. wieso hast du nicht einfach "falsch" weitergestrickt? waere sonst die orenburger strickpolizei gekommen?:) ich haetts dann einfach "orenburger art" genannt - so wie bei falschen schnitzeln:)
    viele gruesse von der gruenen insel
    Bettina

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  2. Hallo Bettina, "falsch" weiterstricken war nicht einen Augenblick lang eine Option.
    Außerdem wäre die Optik des Gestrickts doch erheblich anders als eigentlich gewollt.

    LG von Juliane

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