Donnerstag, 31. Mai 2012

Wunderbare Schätze........

......durfte ich gestern aus dem Wolligen Werkelwanderpaket nehmen.
Als der Postbote gegen Mittag mit dem Paket (mit der dezenten Größe einer Schrankwand) angeschnauft kam, da habe ich ihn wie den verlorenen Sohn in Empfang genommen. Von meiner Herzlichkeit merklich beeindruckt hat er mir das Paket auch besonders schnell  überreicht und ist dann geflohen. *gacker*

Drei wunderbare Werkeleien haben den Weg in meinen Besitz gefunden.
Zu allererst habe ich ein wunderbares gefilztes Schatzbällchen von Heather in die Hände genommen und dann auch nicht mehr losgelassen. Das Schatzbällchen hat mein Herz höher schlagen lassen, so schön fand ich es auf Anhieb.
Das Schatzbällchen ist ganz liebevoll bestickt und läßt sich öffnen. Im Inneren habe ich einen kleinen Filzbeutel mit schönen Edelsteinen gefunden. So wie es sich für ein Schatzbehältnis auch gehört. *lach*
Danach mußte ich unbedingt diesen kuscheligen Baktus in schönen herbstlichen Farben an mich nehmen.
Der wird mir im Herbst und im Winter meinen Hals und Nacken schön wärmen.
Elke hat den Baktus gestrickt und die Zipfel sind mit schönen Perlchen geschmückt.
Zum guten Schluß mußte das "Drullergarn" von Kathrin noch bei mir bleiben. Ich mag rot und ich mag Drullergarn (im Übrigen ein sehr passender Name). Mir fielen gleich mehrere Verwendungszwecke dafür ein.
Es wird also demnächst ein Web- oder Strickprojekt bereichern.
Was ich wieder in das Paket eingetauscht habe? Na, das bleibt vorerst noch geheim. Jedenfalls so lange, bis sich neue Besitzerinnen gefunden haben.
Mir hat es viel viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die nächste Runde.

Dienstag, 29. Mai 2012

Mal wieder typisch für mich............

Da sitze ich gemütlich am Tisch und webe in Ruhe und Frieden vor mich hin. Eine dampfende Tasse Kaffee steht in meiner Reichweite und macht mein Glück für diesen Augenblick perfekt.
Leider steht sie zu nah in meiner Reichweite, denn bei einer etwas ausladenden Bewegung mit dem Webschiffchen macht es :
Klaaaaatschplaaaaatschboooinng!
Und die braune Flut der noch fast vollen Tasse ergießt sich über Stuhl und Boden.
*wääääääähhhhhh*
Mein Kaafffeeeeee! *schluchz*
Aus ist's mit der Gemütlichkeit. Jetzt muß ich erst einmal flott werden, bevor sich der Kaffeebach unter Oma Tines Küchenschrank zieht und dort den Korkboden aufweicht.
Gut, das Herr Blechbläser nicht da war.
Der hätte mich wohl wieder mit dem typisch mitleidigen Blick angesehen, den er speziell für diese Situationen aufhebt und hätte resigniert: "Ach, Schätzeken!" gesagt.
Na, mit dem Kaffee hat sich das für jetzt jedenfalls erledigt. Den gibt es also doch lieber etwas später.
*seufz*

Dickes Single-Garn..........

.............habe ich zum ersten Mal gesponnen.
Bisher habe ich alle Garne recht dünn gesponnen und stets zweifach verzwirnt.
Dieses Mal wollte ich zum Nadelbinden oder als Akzent in einer Webarbeit ein etwas dickeres Garn spinnen.
Das ist mir recht gut gelungen, obwohl ich es nicht gleichmäßig hinbekommen habe.
Hier ist mal eine recht dicke Stelle und dort bin ich mal wieder ins dünne Spinnen verfallen.
Macht nix. In seiner Gänze finde ich das Garn sehr schön.
Faser: Merino
Färberin: Christine
Gewicht: ca. 100g
Lauflänge: ca. 115m
Auf dem Foto ist es der Kammzug oben links

Montag, 28. Mai 2012

Auch bei der Schildkröte wird es Sommer.....

Jedenfalls gibt die Sonne alles was sie kann um es ein wenig heißer werden zu lassen.
Eigentlich sollte die Sonne keine Strahlen bekommen, aber dieser Stickstich gefiel mir so gut, das ich noch ein wenig damit nadeln mußte. *grins*
Als nächstes kam die Hand dran und wieder gibt es dazu ein "eigentlich" zu schreiben, denn eigentlich sollte es nach den Sonnenstrahlen eine Wiese und Blümchen geben. Aber meine Hand war die ursprüngliche Idee, noch vor den Sonnenstrahlen und daher hatte ich die Umrisse schon vorgezeichnet und das sah irgendwie ganz gut zusammen aus, also habe ich einfach die Hand doch noch gestickt. Mittlerweile bin ich schon viel weiter gekommen, aber das gibt es erst im nächsten Post zu diesem Projekt zu sehen.
Sonnenstrahlenschnecken aus der Nähe.
Im Moment bin ich wirklich sehr froh, das ich mich in meinen Strickanfängen so sehr mit bunter Sockenwolle eingedeckt habe. Jetzt kommt die Sockenwolle tatsächlich zu ehren und ich "fleddere" die Knäuel um an die gerade benötigten Farben zu kommen. Sehr praktisch so ein Vorrat.

Sonntag, 27. Mai 2012

Ein schönes kleines Tuch.....

....habe ich von meiner Lieblingsheike bekommen.
Ist es nicht hübsch?
Das Garn für die zartlila und rosa Streifen hat sie selber gesponnen und dann zusammen mit weißem Garn zu diesem hübschen Tuch verstrickt.

Es sind genau meine Farben. Ich mag das ja wirklich gerne.
Vielen vielen Dank für diese schöne und kuschelige Geschenk. Eigentlich freue ich mich ja über das schöne
Wetter aber irgendwie würde ich das Tuch auch mal ganz gerne um den Hals legen ohne zu zerfließen......
Schade......... Das muß wohl noch ein wenig warten......

Freitag, 25. Mai 2012

Vier auf einen Streich......

Tatsächlich sind mir nun 4 fertige Stränge mit Garn von dem Spulen gehüpft. 
Allerdings kann ich nun mit Überzeugung behaupten, 
das ich vom Verzwirnen erst einmal die Nase voll habe. 

Hier sind die vier stolzen Recken
Sind sie nicht schön anzusehen?
Hachja! Ich bin sehr zufrieden.

"Wildrosen" von Christine
Fasermischung: unbekannt/verzwirnt mit dünnem Maschinenstickgarn in rose
Gewicht: 150g
Lauflänge absolut: ca. 696m
Lauflänge per 100g: ca.464m
"Ostseedünen" von Christine
Fasermischung: Corridale, Merino, Alpaka
Gewicht: 133g
Lauflänge absolut: ca. 498m
Lauflänge per 100g: ca. 374m
"Elfentau" von Ester
Fasermischung: Merino, Sojaseide, Glitzer etc../verzwirnt mit grünem Maschinenstickgarn
Gewicht: 170g
Lauflänge absolut: ca. 919m
Lauflänge per 100g: ca. 540m
Bilder vom Batt sind in diesem Post zu finden.
Die Farbe ist eine wunderschöne grüne Mischung, die auf dem Foto leider viel zu grau abgebildet ist.
"Schlicht Schönheit" von Susa
Faser: Masham
Gewicht: 209g
Lauflänge absolut: ca. 574m
Lauflänge per 100g: ca. 275m
Dieser Strang ist mein absoluter Liebeling hier. Der Kammzug von Susa war ein Traum und das Garn ist es nicht minder. Wobei Masham nicht besonders kuschelig ist, sondern eher unter die rustikale Wolle fällt. Mir ist es schnurz. Ich liebe es.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Summsumm..............

Fleißig war ich am Sonntag und heute.
4 Stränge mit handgesponnenem Garn habe ich fertig verzwirnt, gewaschen und getrocknet und schon warten zwei weitere Stränge auf meinem Ladybug auf ihr Entspannungsbad. Das Bad gibt es dann morgen. Und ich hoffe auch, das ich dazu komme Fotos zu machen. Dummmdiiiidummmmsummsumm.........
Ach ja..........ein wenig gestickt habe ich auch..............muß mal dringend wieder an die Kamera......

Freitag, 18. Mai 2012

Wenn einer eine Reise tut...........

Heute war Familie Fadenwirkerin in Ausflugslaune. So haben wir bei recht sonnigem Wetter das Münsterland hinter uns gelassen und sind ins Ruhrgebiet gefahren. Und wenn wir schon mal ins Ruhrgebiet fahren, dann geht das auch ganz zünftig nach Bottrop. Ich bin mir zwar bewußt, das die Perle des Ruhrgebietes Bochum ist, aber nun ja............... In Bottrop liegt nun mal Schloß Beck und da wollten wir doch mit unseren Kindern hin.

Hach neeee, wa' dat ma' wieda schöööön.

Unsere Mädels haben sich königlich amüsiert. Gerade für Kindergartenkinder oder ein wenig älter ist unser Ausflugsziel nur zu empfehlen. Die Mädchen konnten fast alles mitmachen.
Sogar Achterbahn sind wir gefahren. Die Mädels jauchzend mit hochgestreckten Armen und Mama Fadenwirkerin mit Schweiß auf der Stirn, verkrampften Schultern und eisenhartem Klammergriff um den Haltebügel. *gnampf* Emma meinte: "Mama, die bist ein Angsthase....." Sie hat ja sooo recht. Es war nur eine Kinderversion einer Achterbahn. Aber sie war gerade noch tauglich für die zur Übelkeit neigende Frau Fadenwirkerin.
Obwohl ich doch sagen muß, das ich ganz ganz tapfer war und mit der ganzen Familie in das "riesige Riesenrad" (O-Ton Emma) gestiegen bin. Und das mit meiner ausgeprägten Angst vor Höhen (ich steige ja noch nicht mal auf eine Leiter). Während Herr Blechbläser und meine Kinder die gute Aussicht über den Park genossen, habe ich mich an die Mittelstange geklammert und dort die Rillen im Kunststoff begutachtet. Mein Schluß: Einwandfreie Verarbeitung! Aber, wie gesagt, ich bin mit reingegangen nur habe ich bei jeder Bewegung meiner Inge Panik geschoben, während mich Herr Blechbläser etwas mitleidig betrachtet  hat. Aber was tut frau nicht alles für die Familie.
Dafür bin ich aber belohnt worden und unsere Kinder haben mich auf die Wasserrutsche geschleppt. Um nach oben zu kommen (der geneigte Leser bemerke: nach oben!) mußte ich eine Treppe erklimmen, durch deren Stufen ich bis auf den Boden herunterschauen konnte...... Bis unten, gaaaaanz unten..........und vor mir ging ein Kerl, der die Treppe auch noch zum Schwingen brachte....... Als ich oben war habe ich leise vor mich hin gemurmelt: "Ich muß hier runter, ich muß hier runter.....". Ging es ja auch........... Mit der Wasserrutsche..... PLAAAAAAAATSCH!!!!! Die nächsten zwei Stunden bin ich mit nassem Allerwertesten herumgerannt. *seufz*
Aber egal wie: Spaß hat es gemacht und ich würde gerne nochmal hinfahren.

Die Highlights für mich waren allerdings die zünftige Bottroper Schlachtplatte zum Mittagessen (wer es nicht kennt: CPM: Currywurst, Pommes, Mayo) und der Anblick eines Mannes im schon sprichwörtlichen Bottroper Galadress (Ballonseidejogginganzug) *gacker*.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Schatz.......

...........es ist nicht so, wie es aussieht!

Kurzum: Mich gibt es noch, auch wenn es im Moment recht still hier ist. Auch der Chaoshaushalt Fadenwirkerin weilt noch unter den Lebenden, nur im Moment noch etwas chaotischer als sonst.
Wir haben Urlaub.
Zwei Wochen sind schon vorbei und jetzt bleibt noch der Rest der dritten Woche.
Zwei Wochen haben wir uns mit Krankheiten herumgeschlagen und sind zu Hause geblieben (erst Inge, dann Emma, dann Herr Blechbläser). Natürlich bin ich nicht krank geworden. Klar. Ich bin das letzte Bollwerk und an meinem bösen Blick zerschmettert jede Bazille. Zudem würde ich gar nicht merken, wenn ich krank bin, denn für solche Scherze habe ich überhaupt keine Zeit..............................
Diese Woche versuchen wir ein wenig Aufzuholen und die Ausflüge zu machen, die wir eigentlich auf drei Wochen verteilen wollten.
Also habe ich überhaupt keine Zeit um Blogposts zu schreiben oder den Haushalt aufzuhübschen oder zu kochen oder zu waschen................... denn ich bin auf Achse mit der ganzen Bande.

Freitag, 11. Mai 2012

Meine Wollkämme

Gestern hat mir mein göttlicher Göttergatte zwei dringend benötigte Wollkämme in seiner Werkstatt gefertigt.
Hach! Ich bin ja soooo begeistert. Diese kleinen wunderschönen Löckchen zu kämmen ist jetzt überhaupt kein Problem mehr. Und nachdem ich auf y**t**be zwei gute Videos zur richtigen Kämmtechnik angeschaut habe, kann ich das Kämmen auch ohne großen Kraftaufwand betreiben. Kurzum: Wolle kämmen macht Spaß.
Für die Kämme haben wir uns eine 18mm starke Multiplexplatte besorgt. Sie war so klein (weniger als DinA4) , das sich Herr Blechbläser ein wenig geschämt hat, sie im Baumarkt aus einer großen Platte schneiden zu lassen. Außerdem haben wir noch eine Kiste voll mit Nägeln (nicht rostfrei) in der Stärke 4,2mm x 120mm gekauft. Leider gab es diese Nägel nicht als Einzelware zu kaufen. Aber so haben wir noch ein paar Nägel übrig um unsere Kinderschaukeln für Taubenfüße unattraktiv zu machen.
Herr Blechbläser hat dann die Form mit einer Stichsäge aus der Platte ausgeschnitten (Größe Kammteilteil: 15cmx5cm; Größe Stiel: 15cmx3cm) und die Kanten schön sauber rundgefeilt. Dann hat er jeweils 25 Löcher gebohrt (seitlicher Abstand jeweils 10mm, Abstand zur hinteren Reihe 15mm) mit 4mm Stärke gebohrt und mit einem Senker dafür gesorgt, das die Nagelköpfe sich schön plan ins Holz senken und nicht herausstehen. Die hintere Nagelreihe steht versetzt zur vorderen Nagelreihe. Nägel durch die Löcher geschlagen. Fertig. Sitzt bombenfest und die Zinken sind recht gerade geworden. 4mm vorbohren war notwendig, weil die Nägel mit 3,5mm Vorbohrung nicht durchzuschlagen waren ohne das das Holz splitterte.
Wir haben uns für die rostende Variante der Nägel entschieden, weil es günstiger war und ich die Wollkämme eh nicht einem Feuchtraum aufbewahre und ich davon ausgehe, das sie durch das Wollfett ständig einen Fettfilm aufliegen  haben. Falls das doch nicht taugt, werde ich nachberichten.
Mittels Schraubzwinge kann ich nun einen Kamm an den Tisch klemmen und stationär kämmen.
Oder ich habe beide Kämme in den Händen und Kämme frei aus der Hand. Beides klappt sehr gut, wobei die Kämme keine Leichtgewichte sind.
Auf jeden Fall bin ich im Moment hochzufrieden und kämme gerade einen Kammzug nach dem Anderen.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Ach ja........

.....hört Ihr es sägen, hämmern, feilen und bohren? Nein? HA! So ein Pech. Denn Herr Blechbläser ist ganz fleißig in seiner Werkstatt am Arbeiten. Ich bekommen meine heißersehnten Wollkämme gefertigt. Jupppiduuuh.
Einen habe ich schon neben mir liegen und ich könnte meinen Göttergatten schon jetzt dafür knutschen.

Ich liebe es.............

............wenn ich blitzblank und gewienert aus der Dusche trete und direkt mit meinem sauberen Fuß in den nächsten Sandhaufen trampel, den meine Kinder beim Ausziehen aus den Hosenumschlägen verloren haben. *aaargh*

Dienstag, 8. Mai 2012

Der erste Streifen von dreien ist fertig.........

Den ersten Streifen von meiner Decke habe ich fertig bekommen.
Ich bin sehr zufrieden.
Der Streifen ist 52cm breit und 198cm lang. 
Jetzt fehlen noch zwei dieser Streifen.
Es kann also noch ein wenig dauern mit meiner Decke.
Aber es wird. Langsam aber stetig.

Das Weiß gefällt mir sehr gut dabei. Es ist auch nicht langweilig zu weben. Es ist ganz gut, das ich im Moment nicht auf Farben achten muß, sondern nur auf den Webvorgang an sich.

Sonntag, 6. Mai 2012

Köstliche "Foxleydale" Kringellocken.........

..........habe ich vor ein paar Tagen von Birgit bekommen. Die Foxleydale-Locken stammen von ihren Schafen, die eine Mischung aus Wensleydales und Coburger Füchsen sind.

Birgit schickte mir also ein Kilochen Rohwolle und verpackte es so prall in einen winzigen Karton, das die Wolllocken beim Öffnen wie ein Kastenteufel aus dem Karton sprangen. *grins*

Und dann habe ich erst mal in Locken geschwelgt. Die fühlten sich so herrlich an in den Händen.
Und mal ehrlich, so schön, bekommt frau es selbst mit dem Lockenstab nicht hin.

Hier liegen die Locken bereits schön gewaschen in einer Kissenhülle und warten auf den Wollkamm (den ich noch nicht habe, den mir Herr Blechbläser aber werkeln möchte......).
 Die Länge der einzelnen Locken liegt bei ca. 20 cm. 

In Ermangelung eines vernünftigen Wollkammes, begnüge ich mich mit einem metallenen Hundekamm und es kommen herrliche glänzige Wollwolken dabei heraus.
Ist das nicht ein Traum? Hach, ich könnte mich reinkuscheln, so toll sieht das aus und sooo schön weich ist diese Wolle. Unglaublich weich. Da lacht nicht nur das Schaf, wie Birgits Blog "ovis ridens" bereits verspricht, sondern auch das Herz der Spinnerin.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Mina Simons Hochzeitsrad.......

-Verschenkt an eine Freundin aus meiner Spinngruppe-

Dies ist die zweit alte Ziege, die ich vorstellen möchte. Im Vergleich zu dem anderen kleinen Spinnrad ist sie noch winziger und viel filigraner. Ich muß mal ein Foto von meinen drei Ziegen machen. Die stünden da, wie die Orgelpfeifen.

Mina von Vorne
  ....und Mina von hinten.

Daten:
Spinnrad: Ziegenrad
Antriebsart: zweifädig
Übersetzung Wirtel: 1:4,5
Höhe Einzugsloch: 48cm
Göße Einzugsloch 1cm
Spulenkapazität: noch unbekannt, geschätzt 75g
Zubehör: Holzwurmlöcher

 Im Moment habe ich wohl einen guten Törn mit Hochzeitsrädern. Könnte frau bei der anderen alten Ziege noch unsicher sein, so bin ich es bei diesem Spinnrad absolut nicht. Das Spinnrad strotzt nur so vor Hinweisen darauf.
Wenn es nicht das eingelassene Bildchen mit einem Liebespaar wäre.............
............dann wären es die aufgeklebten Holzherzchen, die sich nicht nur am Antriebsrad finden, sondern
fast überall.
Mit diesem Spinnrad hat sich jemand sehr viel Mühe gemacht. Überall ist es ziseliert und verziert, es hat Zierrat aus Horn oder Bein und es Baumeln auch kleine Glöckchen dran. Zudem hat der Drechsler an den Speichen des Antriebsrades kleine Holzringe gedrechselt. Sie drehen sich frei und wenn das Rad läuft, dann kann man immer ein leises klackklackklackklackklack hören. Total super.
Das Spinnrad funktioniert noch. Zu Anfang hat sie sehr am Faden gerissen, aber jetzt hat sich die Antriebsschnur aus Baumwollgarn noch ein wenig gedehnt und sie wird weniger hungrig.
Wie ich darauf komme, das die Besitzerin "Mina Simon" hieß? Ganz einfach. Dieser Name steht auf dem Wirtel und an einigen anderen Stellen. Dort, wo der Platz nicht reichte wurde ein MS aufgepinselt.
Der Verkäufer berichtete mir, daß das Spinnrad der Urgroßmutter seiner Frau gehört hatte.
Zudem scheint am "1. Jannuar (kein Tippfehler) 1905" das wichtige Ereignis stattgefunden zu haben.
Der Orstname Bellings ist auch vermerkt.
Das Rad habe ich aus Baden-Würtemberg gekauft.
Leider läßt der Zustand des Rades leicht zu wünschen übrig. Das Problem stellt allerdings nicht dieses gebrochene und wieder reparierteTrittbrett dar. So unglaublich das auch klingt, aber das Spinnrad tritt sich einfach wunderbar auf diesem ausgelullerten Tritt. Das Rad wurde so intensiv gebraucht, das der Tritt so durchgewetzt ist, das er Fußform angenommen hat. Wenn ich meinen Fuß aufstelle, dann fühlt es sich so an, als würde ich in einen Schuh mit einer passgenauen Einlage rutschen. Total bequem.
Das wirkliche Problem sind die Wurmlöcher, die sich überall finden. Es ist einfach soooo schade. Die Holzwürmer haben das Rad unglaublich angeknabbert und ich muß jetzt ein Auge darauf haben, ob sie noch aktiv sind, oder ob die Wohnung verlassen ist. *seufz*
Trotzdem macht das Rad keinen maroden Eindruck. Es wird also noch seine Dienste tun.
Ich muß sagen: Ich bin wirklich schwer verliebt. 
Das Spinnrad hat mich sofort angesprochen und ich habe es ins Herz geschlossen.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Zuwachs für meine Spinnradherde.......

 Das Spinnrad habe ich meiner Freundin geschenkt.

Gestern und heute hat meine Spinnradherde Zuwachs bekommen.
Ich wollte als Gegenpol zu meinen modernen Spinnrädern ein wirklich altes Spinnrad haben. Am Liebsten eine kleine Ziege. Gesagt getan und ich hatte bei eb** ein Rädchen für 15,- Euro ersteigert.
Kaum hatte ich meinen Kauf bestätigt bekommen, wurde im Spinnforum eine wirklich alte Ziege angeboten, von der ich wußte, das sie noch spinntauglich ist. Da ich mir bei meinem 15,- Euro Eb**-Spinnrad nicht sicher sein konnte, hatte ich mich schnell für diese Ziege ebenfalls gemeldet. Zu meiner Freude sollte es auch nicht mehr als das Eb**-Rad kosten und so habe ich zugeschlagen. Nunmehr bin ich im Besitz zweier alter Ziegenräder, die beide ihren Charme haben.

Heute möchte ich Euch das Spinnrad aus dem Spinnforum vorstellen:

Henriette die zweifädige Ziege von 1857 (wahrscheinlich)

 Daten:
Spinnrad: Ziegenrad, 
Antrieb: zweifädig
Übersetzungen: 1:6,5 u. 1:7
Zubehör: 3 Spulen und ein Spinnrocken
Höhe Einzugsloch: 62cm
Größe Einzugsloch: 6mm
Spulenkapazität: mit viel Wohlwollen 35g
Zustand: recht gut, mit Ausnahme des hinteren Standbeines. Dort hat sich der Holzwurm breit gemacht.
 Hier ist ein Name "H. Lang" und das Jahr 1857 eingeprägt. Ich gehe zunächst davon aus, das es sich, wie
damals nicht unüblich um ein Geschenk zur Hochzeit gehandelt hat und die Beschenkte H. Lang hieß und das Jahr 1857 ihr Hochzeitsjahr ist.
Allein der Gedanke, das so ein Spinnrad 155 Jahre praktisch unbeschadet überstanden hat (zwei Weltkriege inbegriffen) fasziniert mich sehr.
Die Spulen sind wirklich winzelig. Da passt nicht viel drauf. Die Haken stehen etwas kraut und rüben durcheinander, aber es ist auch schon die zweite Generation Haken. Die erste wurde mittels Metallsäge abgesägt und die neuen Haken in die Zwischenräume der älteren Haken geschlagen.
An den beiden Halterungen des Antriebsrades ist das Fett so dick und schwarz aufgeschichtet, das es die Konsistenz und Farbe von Teer bekommen hat. Ich habe es nicht abbekommen und so kann es bleiben. Es stört die Funktion nicht.

Insgesamt läuft das Spinnrad sehr schön gleichmäßig und rund. Es reißt auch nicht am Faden, sondern knabbert die Faser ganz gemütlich in sich rein.

Dienstag, 1. Mai 2012

*gnampf*

Gerade ist bei mir eine kleine Ziege (Spinnrad) eingezogen.
Inge sieht das Rädchen und fragt: "Mama, gehörte das Spinnrad früher mal Dir?"
"Nein, mein Schatz, das Spinnrad ist schon ganz ganz alt."
"Wie alt denn?"
" Das Rad ist 150 Jahre alt!"
........Schweigen............
Dann: "Und Duuuuuu?"
"Wie? Und ich?"
"Bist Du nicht so alt?"
.......ächz.........während ich den Schock verdauen mußte meinte mein Gemahl ganz geschmeidig:
"Nur ein bißchen weniger alt, Inge! Aber das fällt kaum auf!"
Verflixte Bande!