Dienstag, 31. Januar 2012

Also sowas!

Da kommt Herr Blechbläser gestern von der Arbeit und endlich, endlich kann ich ihm bei einer Tasse Kaffee von meinem körperlichen Ungemach berichten um ein wenig Zuwendung zu ergattern.
Tja, und was soll ich sagen? Nix mit Zuwendung.
Ein leichtes Grinsen und ein bedauerndes Kopfschütteln eilten folgenden Sätzen voraus:
"Na so ein Pech. Kaum ist die Garantie nach 10 Jahren Ehe abgelaufen, schon gehst Du aus dem Leim. Dabei hatte ich gehofft, das Du wenigstens so lange durchhältst, bis der automatische Kochroboter auf den Markt kommt!"
OOOhhhhhhhh!
OOOOOOOHHHHHHHHHH!
Also! Also! Ich war sprachlos!
HA!
*grummelgrummelgrummelweißgarnichtwarumichmirsowasimmerbietenlassegrummel*

Montag, 30. Januar 2012

Es geht bergab mit mir..........................

Heute komme ich mir vor wie eine wetterfühlige Oma.
Meine Monsternarbe auf dem Bauch, die ich in meinen wilden Jahren (damals war ich Morgensternschlägerin in der Leibgarde eines Sultans) ehrenvoll erworben habe, schmerzt, das ich die Wände hochklettern könnte!
Es ist doch zum Verrückt werden. Kaum läßt mich mein Ischiasnerv ein wenig in Ruhe, melden sich die alten Kriegsverletzungen wieder.

Edit: Vielen Dank für Eure guten Wünsche! Da ich im Besitze von Dr. Wunderlichs Wundertinktur bin, kann ich nunmehr den weiteren Tag schmerzfrei genießen.
Auf zum fröhlichen Bügeln, bzw. Brustharnisch ausbeulen und polieren..............

Samstag, 28. Januar 2012

Falkland im Farbverlauf..........

Für einen Tausch habe ich vor kurzer Zeit einen schönen Kammzug versponnen.
Leider habe ich es versäumt ein Photo vom Kammzug zu machen, daher gibt es von mir einen Link zu Minchen, die diese schönen Farben auf die Wolle gebracht hat.
Den mittleren Strang auf den Fotos habe ich adoptiert und nun versponnen.

Und dies ist dabei heraus gekommen:
Daten:
Faser: Falkland
Färberin: Wollminchen
Gewicht: 240g
Lauflänge absolut: 1035 m
Lauflänge pro 100g: ca. 435 m
Ich wollte den schönen Farbverlauf von blau über grün, gelb, grün bis dunkelblau erhalten und trotzdem nur zweifach verzwirnen.
Also habe ich mir bei der Vorbereitung der Wolle viel Arbeit gemacht und dann auch noch einmal beim Verzwirnen, damit die Farben schön übereinander kommen und ich nicht soviel Reste behalte. Es hat geklappt und ich bin sehr zufrieden.
Ich hoffe jetzt, das er meiner Tauschpartnerin auch gefällt.
Es sind kräftige und leuchtende Farben.
Im langen Auszug gesponnen ist das Garn nach dem Baden wahnsinnig fluffig und weich geworden.

Dienstag, 24. Januar 2012

Häkelbeanie fertig...............

Da ich ja Mützen total schön finde, mir aber leider nicht alle stehen, probiere ich immer wieder neue Anleitungen aus.
Dieses Mal habe ich mir die Anleitung für Inkens Häkelbeanie ausgesucht
(hier könnt Ihr auch sehen, wie die Mütze auf dem Kopf aussieht).
Die Anleitung ist kostenfrei und es macht total viel Spaß sie nachzuhäkeln. Danke dafür, liebe Inken.

Für die Mütze habe ich Reste von Wollmeisengarn (Farbe: Maus alt (dkl.grau) und Maus jung (hellgrau)) benutzt und als Sahnehäubchen habe ich noch ein Irish Rose gehäkelt und appliziert.Sie gefällt mir jetzt total gut.............aber...................
wie es so ist, ist Wollmeisengarn ein wenig dicker als normale Sockenwolle, so das mir im Endeffekt für meinen Geschmack die Mütze ein wenig zu "schlauchig/slouchy" geworden ist.

*heeeeuuuuul*
Ribbeln? Näh! Dieses Mal nicht.

Dieses Mal habe ich sie zur Adoption frei gegeben
und es hat sich auch schon ein neuer Kopf gefunden,
den die Mütze nun zieren wird.
Hach.......... Emma sah soooo toll mit der Mütze aus und wenn sie jetzt älter wäre, dann würde sie ihr perfekt passen. Aber sie wollte sich nicht mal damit ablichten lassen, schließlich ist die Mütze nicht mal rosa. *mpf*Entgegen meiner ersten Ankündigung, gibt es doch Tragefotos.
Ihr wißt ja: "Ist der Ruf erst ruiniert, lacht es sich doppelt ungeniert!"

Freitag, 20. Januar 2012

Unterschiede......

Für meine Mama habe ich gerade ein Häkeltuch angefangen. Es wird das Remember Me von LiliGo.

Seitdem ich zum Geburtstag mein Tuch von Barbara geschenkt bekommen habe, schmachtet es meine Mutter an und versucht es mir abzuluchsen. *grins* Na gut, vielleicht war es ja auch ein wenig gemein von mir, das Tuch bei fast jedem Besuch vor der Nase meiner Mutter spazieren zu führen.
Also habe ich ihr zu Weihnachten einen Häkelgutschein geschenkt. Gut Ding will schließlich Weile haben und ich brauche für dieses Tuch Zeit.

Heute habe ich endlich damit angefangen. In der Ruhe und Abgeschiedenheit meiner Behausung. Mit Kaffee und Schoki bewaffnet ging es los.

Ich habe das gleiche Garn benutzt, aus dem Barbara auch mein Tuch gehäkelt hat und ich muß schon sagen, das die Farbunterschiede zwischen diesen beiden Partien enorm sind.
Es ist die MerciCo von Wolllust. Farbe Grigio (jetzt gibt es sie in zwei Ausführungen hellgrau und grau, bei meiner Bestellung konnte ich noch nicht wählen). Das neue Garn ist eindeutig hellgrau ohne anderweitige Farbeindrücke.
Für mein Tuch hat Barbara ebenfalls die Farbe Grigio gewählt, aber diese Partie hat ein wärmeres Grau. Bei näherer Betrachtung schimmert es in leichten Rosaschattierungen.

Wenn ich ehrlich bin, dann freue ich mich sehr über diesen Unterschied. So bleibt mein Tuch ein einzigartig schönes Freundinnengeschenk und das Tuch für meine Mama gibt ein einzigartiges Tochtergeschenk.

Schließlich sehen meine Mutter und ich uns auch ähnlich,
aber dennoch unterscheiden wir uns doch ganz deutlich voneinander.

Das Wasser in meinem Wesensozean und die beharrlichen aber ruhigen Wellen habe ich ganz eindeutig von meinem Papa geerbt, aber die schwere See und die Schaumkronen auf den Wellenkämmen, die kommen von Mama.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Erleuchtung des Tages...........

Das Putzen der Treppenstufen im Flur kann sehr meditativ sein. Gleichförmige und ruhige Bewegungen die mich vom Obergeschoß bis in den Keller führen.
Ruhe........
Herrliche Ruh...................
"Mamaaaaaaaa!"
*seufz* Von wegen Ruhe! Die Kinderlein sind zu Hause aufgrund von akuter Schnupferitis.
Inge sitzt auf dem Boden des Flures im Obergeschoß und schaut mir bei der Arbeit zu.
Und schwatzt und schwatzt und schwatzt:
"Blablablablabliblablubbschnatterschnatteruswusf......!"
Die Frage, die sie nunmehr bewegt ist eine Einzige:
"Mamaaaaa? Wann kann ich wieder nach unten?"
"Wenn die Treppe trocken ist! Nein! Vergiß das! Wenn ich es Dir sage, mein Schatz!"
"Waruuuuhuum?"
*gnaz*"Damit Du nicht ausrutscht und die Treppe herunterfällst und damit Deine Puschen (Plüschpantoffeln im Tigerlook) nicht die nasse Treppe gleich wieder vollfusseln."
Die Pantoffeln sind ja soooooo süß, aber sie sind Staub- und Fusselmagnete. Gräßliche Biester.
Inges Puschen heißen: Kep und Tschup und Emmas Puschen heißen Puschel und Wuschel. Nun ja.

Wo war ich? Ach ja....... Treppe.
"Mama, eine Treppenstufe ist schon trocken."
"Ist mir egal, Du bleibst trotzdem oben!"
"Aber Mama, wenn die schon trocken ist, dann kann ich ja schon mal eine runtergehen."
"Nein, habe ich gesagt, Du bleibst wo Du bist!"
"Warum?"
"Weil ich Dir das sage!"
"Mama, wann sind die Stufen trocken?"
"Wenn sie nicht mehr nass sind, mein Schatz!"
"Sind sie noch naß?"
"Gewiß!"
Ab dem Schlüsselwort "Gewiß" ist es gewiß: Mama hat auf Automatik geschaltet und hört nicht mehr zu.
Inge blubbert weiter und weiter und weiter.
Ich sage: "Ja, mmmhhhh, gewiß, dochdoch."

Dann bin ich unten im Keller angekommen und jetzt ist es soweit.
Jetzt habe ich die Erleuchtung des Tages:
Inge sitzt oben im Obergeschoß und ich bin unten im Keller.
*gnihihihihi*

Ab in die Waschküche und Tür zu.
Waschmaschine auf Schleudern stellen und verschnaufen.
Eine Mutter braucht auch mal ihre Ruhe.

Dienstag, 17. Januar 2012

Letzte Woche noch..............

............ habe ich einer anderen Bloggerin erzählt, das ich jetzt nicht auch noch mit der Färberei anfangen möchte.
Daher kann ich jetzt nicht ohne einen gewissen Grad an Verlegenheit diesen Post schreiben.
*räusper*
Nun ja, ich möchte betonen, das diese vorerst eine Ausnahme bleiben wird. Es ist auch nur eine Färbung mit Simplicol, aber immerhin.

Beim jährlichen Ausmisten meines Wollvorrates ist mir ein schmutzig weißes Alpakagarn in die Hände gefallen, das ich ziemlich schäbig fand. Der Naturton war grauweiß, als wäre ich ein paar mal mit dreckigen Schuhen über das Garn getrampelt. Unschön, wie ich nicht erst betonen muß.
Zudem hatte ich noch 80g Coburger Fuchs. Zum Verspinnen ist die Fuchsfarbe ein Traum. Ich mag sie. Aber ich verstricke sie nicht. Also habe ich Garn und Spinnfaser in den Topf geworfen und auf dem Herd mit Simplicol ein wenig eingeheizt.
Die Spinnfaser hat die Farbe wunderbar angenommen und ist jetzt blutrot.
Das Alpakagarn ist wesentlich blasser und die Farbe in sich meliert. Auch ganz nett.
Jedenfalls besser als das schmutzige Weiß. Mit dieser Farbe kann ich mehr anfangen.
Mit dem ersten Färbeversuch bin ich erst einmal zufrieden.

Weder Garn noch Fasern sind verfilzt, obwohl ich hin und wieder im Topf umgerührt habe und mir die Temperatur einmal nach oben ausgerissen ist. Habe wohl Glück gehabt.

Freitag, 13. Januar 2012

"Mama!.........

Eines mußt Du wissen! Ich habe Warnratten in meinem Zimmer!"

So sprach meine Älteste mit erhobenen Zeigefinger und bedeutsamen Ernst.

"So? Warnratten? Ist ja enorm. Die muß ich mir mal aus der Nähe ansehen!"

"Aber Mama, die kann leider nur ich hören und sehen, denn ich habe Batterien in den Ohren.
Und in den Augen!"

Ja, Potzblitz! Ich wußte gar nicht, das meine Tochter auf Batterien läuft!
Und ich dachte, ich hätte das Deluxe-Model mit integriertem Antimaterie-Antrieb bestellt.
Tstststs.
Jetzt wird mir so einiges klar.

Aber die Sache mit den Warnratten bleibt dennoch mysteriös..............

Mittwoch, 11. Januar 2012

Knäuel wickeln ohne Wollwickler......

Auf vielfachen Wunsch zeige ich Euch, wie ich meine Knäuel so schön mit der Hand wickle, das mancher Wollwickler vor Neid erblasst.

Wenn frau den Dreh raus hat, ist das ganz leicht und geht auch genauso schnell, wie mit der alten Wollball-Eierpflaumen-Methode.

So können die Knäuel dann aussehen:
Oder so
Lutscher gefällig?

Anleitung
Zunächst braucht frau eine Nostepinne. Als Nostepinne eignen sich auch ein Daumen (der läuft aber mit der Zeit blau an *grins*), ein Kochlöffel oder ein Ast vom Haselstrauch des Nachbarn....
Ich habe den Haselstrauch gewählt.
Der Anfang ist leicht und unterscheidet sich nicht von anderen Methoden.
Ein langes Fadenende hängen lassen und um zwei Finger ein paar Schlaufen wickeln. Nicht zu dick bitte.Danach binden wir dieses Schlaufengetüddel an den Marterpfahl.
Und dann geht es mit den Wicklungen los. Das Knäuel sieht, wenn es klein ist, noch nicht besonders schön und gleichmäßig aus. Das gibt sich aber, wenn das Knäuel etwas größer wird.
Gewickelt wird immer schräg über das Knäuel. Dabei nicht am Stab entlang wickeln. Das gibt Eierpflaumen. Immer schön den Faden über die obere und untere Kante legen.
So sieht Eure Draufsicht aus:
So sieht es auf der abgewandten Seite aus:

In welche Richtung Ihr die Nostepinne dreht ist völlig wurscht und ob ihr von oben nach unten oder von unten nach oben wickelt ist auch egal.
Hauptsache schön über die Kanten. Niemals zu nahe an den Stab kommen.
Der Stab ist tabu und igitt.

So sieht ein fertiges Knäuel von oben aus.
Die Unterseite wird nie besonders hübsch. Da solltet Ihr Euren Ehrgeiz nicht reinstecken.
Zum Abstricken:
Wer das Knäuel von Innen abstricken möchte hat den schönen Faden in der Mitte und das Knäuel bleibt auch brav liegen.

Ich stricke immer von Außen ab, deshalb wickle ich mir diesen Rettungsanker nie mit.
Ich lege das Knäuel immer auf die Oberseite und lasse die zammelige Unterseite nach oben schauen. Auf der Oberseite liegt das Knäuel besser und rollt nicht weg, weil der Faden beim Wickeln dort ordentlicher geführt wurde.

Tip:
Die Anschaffung einer Schirmhaspel trägt wesentlich zum Knäuelwickelfrieden bei. So sehen die Dinger aus und sie drehen sich beim Abwickeln der Stränge einfach mit. So kann ich gemütlich auf der Couch sitzen und wickeln. Schirmhaspeln gibt es aus Holz und aus Metall. Ganz billig sind sie nicht, aber eine Anschaffung lohnt sich. Auf einen Wollwickler kann ich verzichten, aber nicht auf meine Schirmhaspel.

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.

Etwas Schönes...........

Seit langer Zeit noch einmal habe ich ein Tuch auf den Nadeln.
Ich stricke es aus einem geschenkten Strang Evilla ArtYarn mit einer Lauflänge von 800m/100g. Die Beerentöne gefallen mir sehr gut. Ds war der Strang (die Farben sind gut getroffen).
Dies ist das Knäuel. Mangels Wollwickler mal wieder handgewickelt. So langsam kommt mir der Verdacht, das ich überhaupt keinen Wollwickler brauche. Obwohl 800m ziemlich lang sein können............
So sieht das Tuch aus. Ein einfaches Dreieckstuch mit einem schlichten Muster aus der eigenen Denkfabrik. Zur Ermittlung des kraus rechts gestrickten Musters nehme ich zwei Würfel. *grins* Ein Musterabschnitt hat 15 Hin-und Rückreihen und wieviele Reihen davon kraus rechts gestrickt werden bestimmen die Würfel. So brauche ich mein Hirn nicht so anstrengen..........
Dafür bin ich auch gar nicht geschaffen.
Die Farben stimmen bei diesen Aufnahmen hinten und vorne nicht, aber das habe ich mal zugunsten des Musters so gelassen. Mit Blitz war die Farbe zwar gut, aber das Muster nicht zu sehen.
Was ich mit dem Tuch mache weiß ich noch nicht. Vielleicht wird es ein Geschenk.......oder ich vertausche es doch................... ich bin unschlüssig.

Kindermund tut Wahrheit kund..........

Emma hat im Sommer auf unserem Spielplatz ein gleichaltriges Mädchen kennen gelernt.
Beide haben sich gut verstanden. Da das Mädchen immer mit den Großeltern unterwegs war (Mama und Papa arbeiten viel) habe ich dann über die Großeltern unsere Telefonnummer weiter gegeben und beide Mädchen haben sich ganz dolle gefreut, sich auch einmal zu Hause treffen zu können.

Vor Weihnachten haben wir dann bei den Eltern der Mädchen angerufen und mit einer sehr freundlichen Mama gesprochen und einen Spieltermin ausgemacht.
Wer kam nicht?
Genau.
Mama mit Freundin.
Wer hat sich nicht abgemeldet?
Mama der Freundin.
Wer war enttäuscht?
Emma.
Wer war leicht angefressen über dieses Verhalten?
Ich und Herr Blechbläser!

Neues Jahr, neues Glück.
Ich bin ja nicht so und es kann immer mal was dazwischen kommen und vielleicht war unsere Telefonnummer auch verschlampt. Egal.
Montag Abend rief ich an. Nette Mama am Apparat............wieder Termin ausgemacht für den nächsten Tag um 16:00 Uhr. Die Mama fragte noch am Telefon ihre Tochter, ob sie Lust hat, sich zu treffen.
Jetzt ratet mal!
Wer kam auch dieses Mal nicht und wieder einmal ohne sich abzumelden?
Mama und Freundin.

Dieses Mal war Emma so enttäuscht, das sie geweint hat.
Und dieses Mal, waren Herr Blechbläser und ich stinkwütend.
Gibt es denn sowas?
Schlechtes Benehmen uns gegenüber kann ich noch verzeihen, aber wenn Emma darunter zu leiden hat, dann bekomme ich einen Koller!
Ich kann mich nicht erinnern, das wir in unserem Städtchen einen schlechten Ruf hätten, aber
bei so einem Verhalten drängt sich mir doch der Verdacht auf, das die keinen Kontakt wollen.

Gestern war ich an deren Haustür (direkt um die Ecke) und habe geklingelt. Keiner da.
Heute Morgen habe ich schon ein paar Mal angerufen und keiner hebt ab, obwohl ich später gesehen habe, das der Wagen vor der Tür steht.
Mein lieber Scholli!
Bin geladen wie eine Feldhaubitze.

Und jetzt zum Kindermund:
Eben haben wir auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten den Opa der Kleinen getroffen und Emma ist direkt auf ihn zugestürmt und hat gefragt:" Warum ist A.... nicht gekommen? Schon wieder nicht!"
Der arme Opa wußte offensichtlich von nichts und gab eine unverbindliche Antwort.
Emma:"Mama war stinksauer gestern!"

Ja, Emma, das stimmt. Ich bin auch noch stinksauer über dieses Gebahren und was Wahrheit ist, das muß Wahrheit bleiben, auch wenn ich mich selber etwas anders ausgedrückt hätte.
Ich habe sie jedenfalls nicht vor dem Opa verbessert. Tat mir ja auch leid, aber das darf er seiner Tochter ruhig weiter geben, denn ich befürchte, ich werde sie nicht telefonisch an den Krampshaken bekommen.

Vielleicht ist das auch ganz gut so, weil es mir in den Fingern juckt, Madame einmal ganz kräftig am Kragen zu packen, hochzuheben und durchzuschütteln bis aus irgendeiner Gehinrwindung die gute Kinderstube herausfällt auf das sie nochmal benutzt werde.

Kann mir mal jemand sagen, was das für ein Verhalten ist heutzutage?
Solche banalen Dinge wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Rücksichtnahme scheinen mir, bei vielen Erwachsenen in meiner Generation ('75) einfach nicht vorhanden zu sein.

Die sind wie ein schlechtes Blatt beim Skat: "Kein Herz, kein Kreuz!"

Samstag, 7. Januar 2012

Petzen.................

...............sind wirklich nervig......... Vor allen Dingen, wenn sie 6 Jahre alt sind, zu Besuch bei uns und alle Viertelstunde mit irgendeinem "Kleinscheiß" zu mir kommen.
Egal was......Hauptsache sie wird die Info los. Und wenn ich dann total unkooperativ und desinteressiert bin und dann auch noch, bevor der Mund aufgeht, sage: "Ich will nix hören!",
dann dauert es keine 2 Minuten, bis Madame zur Nachbarin rennt (ihre Mama ist dort zu Besuch) und ihrer Mutter alles brühwarm erzählt................

Naja, die Rennerei habe ich gerade abgestellt. Ich habe ihr justamente gesagt, daß sie direkt drüben bleiben kann, wenn sie nochmal zum Petzen rüberrennen möchte. Da hat sie kurz gestutzt, sich alles nochmal durch den Kopf gehen lassen und ist wieder zum Spielen gegangen. Recht so!

Emma wurde es auch zu bunt. Ich habe sie sehr ernst sagen hören: "Das ist nicht in Ordnung zu petzen. Petzen ist total doof und der Felix hat doch gar nichts gemacht. Lass ihn bloß in Ruhe!"

Gut gebrüllt, mein Mädchen.

Aber mal abgesehen davon freut sich Emma sehr über die Spielkameradin, obwohl sie schon mal besser gespielt haben.

Entdeckung...........

Gerade beim Spülen habe ich aus dem Fenster geschaut und es gesehen:
Der türkische Baumhasel vor unserem Hause blüht bereits!
Ist es denn zu fassen?

Freitag, 6. Januar 2012

Ein Kunterbunterwohlfühlschmuseundpieksschal......

Den letzten Rest aus dem alten Jahr habe ich nun zu zeigen.
Einen Schal. Einen Resteschal. Naja, Ein wirklicher Resteschal ist es eigentlich nicht und eigentlich doch.
Beim Verzwirnen zweier Einzelfäden zu einem Zweifachgarn bleibt bei mir zumeist auf einer Spule etwas Restfaden übrig. Eigentlich zu nicht viel zu gebrauchen. Aber da mir das Garn zu schade war, um es einfach fortzuwerfen, habe ich die übrig gebliebenen Singlefäden miteinander verzwirnt. Hierbei habe ich weder Rücksicht auf Farben, noch auf Fasern genommen.
Einfach draufloszwirnen und nach mir die Sintflut.

Dieses Garn (ungefähr 150g) habe ich dann zu einem einfachen Schal verstrickt und es war ein total schönes Strickerlebnis, weil das Gefühl in den Händen bei jedem Farbwechsel unterschiedlich war. Mal war die Wolle rauh, mal samtweich, mal pieksig, mal dünn, mal dick, mal gleichmäßig, mal hubbelig. Einfach klasse.
Das Ergebnis gefällt mir richtig gut. Ich hätte niemals gedacht, das sich diese unterschiedlichen Farben und Fasern so gut miteinander vertragen. Das Garn hat für 150cm gereicht. Die Breite variiert. Aber das macht nichts.
Ich habe mir den Schal direkt umgelegt und fand ihn sehr schön warm und schmusig am Hals. Dann habe ich ihn Herrn Blechbläser umgelegt und der wäre fast verrückt geworden und konnte den Schal nicht schnell genug vom Hals bekommen. "Der piekst wie verrückt!"
Ich finde, Herr Blechbläser ist eine Mimose und stellt sich an wie ein Junge, aber ich weiß auch, das ich in dieser Hinsicht total schmerzfrei bin.
Kratzende Wolle ist etwas, das anderen zustößt und nicht mir. *grins*

Donnerstag, 5. Januar 2012

Spinnteppich

In der Adventszeit ist noch ein Weihnachtsgeschenk fertig geworden. Meine Freundin hatte noch keinen Spinnteppich und da wir einmal im Monat im Freilichtmuseum in einem alten Gräftenhof spinnen und die Kälte einem winter- wie sommertags aus dem Boden in die Beine zieht, habe ich einen Spinnteppich für sie gestrickfilzt.

Vorgaben: Er sollte bunt sein und sowohl für die Spinnradfüße, als auch für die Freundinnenfüße reichen. Na, das habe ich auf jedenfall geschafft.
So sah der Teppich vor der 40°C Wäsche aus (wer will, kann sich anhand des DinA4 Blattes, die Größe ausrechnen):
Und so danach:
Da ich vergessen hatte, den fertigen Teppich abzulichten, habe ich die Bilder vom fertigen Teppich bei Heike gemopst. Danke für die Erlaubnis.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Ich werde im Blog aufräumen...........

In den nächsten Tagen wird es hier etwas Luft geben.
Ich werde Posts löschen. Und zwar fange ich mit dem Jahr 2007 an.
Aus dem Handarbeitsbereich werde ich umgangreich die Posts löschen und nur diejenigen bestehen lassen, in denen ich fertige Werke zeige oder die anderweitig für mich wichtig sind.

Der alltägliche Wahnsinn ist davon wahrscheinlich nicht berührt.

Ich brauche mal ein wenig Platz hier um Luft zu holen
und
außerdem füllt sich mein Webalbum rasend schnell und da ich mir keinen Speicherplatz kaufen möchte muß ich anderweitig für Platz sorgen.

Edit: So! Fertig mit dem Aufräumen. Es sind viele überflüssige Einträge (betrifft den Bereich Stricken) aus 2007 rausgeflogen und noch überflüssigere Fotos ebenfalls. Jetzt habe ich wieder genug Speicherplatz für die nächsten Fotos und der dürfte für dieses Jahr ausreichend sein.

Gotland versponnen...........

Ein schönes glänzendes Garn, habe ich in der Adventszeit gesponnen.
Es hat einen schönen, silbrig glänzenden Grauton, ist aber nicht sehr weich,
sondern etwas pieksig.
Da ich weiß, daß diese Faser gerne filzt,
habe ich den Faden so kompakt wie möglich gesponnen.
Daten:
Faser: Gotland (wahrscheinlich aber nicht vom Pelzschaf, sonderm vom Guteschaf)
Gewicht: ca. 170g (das genaue Gewicht habe ich vergessen)
Lauflänge: Jaaaaahaaaaa..........auch vergessen............ähm...400m/100g (ca.)?

Das Garn ist ein Weihnachtsgeschenk für eine liebe Freundin.

Dienstag, 3. Januar 2012

Der Hit in Tüten.............

........ ich habe heute auf einer ausgedehnten Shoppingtour durch Münster ein Buch gekauft.

"Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson.

Ich habe das Buch beim Mittagessen in einem Cafe angefangen und befinde mich in einem immer weiter fortschreitenden Zustand der Erheiterung.
Die Story ist originell, hat Witz und ist sowas von staubtrocken geschrieben, das einem die Spucke wegbleibt. Ich habe beim Lesen ein Dauergrinsen im Gesicht und die Seiten blättern sich fast von alleine um.

In der letzten Zeit habe ich kaum ein Buch gelesen, das mich so angesprochen hat. Ich kann es nur empfehlen.

Montag, 2. Januar 2012

Kommet, schauet, staunet.................

..............noch nie dagewesene Attraktionen in Frau Fadenwirkerins Bestiarium!!!!
Kommt her, all' Ihr Leute!


Edit:
Die Feier ist vorbei. Die Raubtiere sind gebändigt und zwei kleine Kampfmäuse erfolgreich ins Bettchen verfrachtet worden.
Wie immer war es ein schöner Geburtstag. Es ist immer gut, wenn viele Kinder zusammen kommen, dann reduziert sich der elterliche Aufwand auf das Backen und Einkaufen und ein wenig Basteln oder Vorlesen.
Den Rest erledigen die Kinder ganz von alleine mit spielen!

Gleich ist es wieder soweit............

......... wieder einmal fallen die Kinderhorden über uns her.............
Inge feiert Geburtstag und heute Nachmittag lassen wir es ordentlich krachen.
Naja. Es gibt Muffins und Süßes, wir werden Eisbären basteln. Allerdings in abgespeckter Version.
Ohne Sonnenblumenkerne, dafür zum Hinhängen.

Inge ist jedenfalls die Königin der Welt. Aus dem Kindergarten hat sie schon mal eine Krone mitgebracht und fühlt sich nun ganz majestätisch. Zumindest das Befehlen beherrscht sie bereits sehr gut.