Mittwoch, 25. April 2012

Pflanzenkiller

Vor unserem Hause ist ein Blumenbeet mit einem türkischen Baumhasel von der Stadt eingerichtet worden. Die Erstbepflanzung der Stadt hatte es schon im ersten Jahr dahingerafft und war von mir, mit Stauden aus meinem Garten, ersetzt worden.
Jetzt komme ich vom Abholen der Kinder aus dem Kindergarten nach Hause und muß feststellen, daß die Stadtgärtner wie eine Horde Wildschweine durch das Beet gepflügt sind.
Die Schafgarbe, die so schön grün und schon recht buschelig hoch gewachsen war ist abgerissen, eine mehrjährige Malve abgerissen und mit dem Unkraut entfernt worden. Jetzt ist das Beet nicht mehr grün, sondern häßlich, braun und abgerupft.
Nicht das die Schafgarbe nicht mehr wächst oder die Malve. Die Blumen kommen schon wieder, aber irgendwie frage ich mich, warum die Männer eine Staude nicht erkennen, wenn sie sie sehen? Ich weiß, das viele der Männer keine Gärtner sind, sondern angelernte Arbeiter, aber sie pflegen jeden Tag die Beete der Stadt und da müßten ihnen doch wenigstens ein paar Blumen bekannt sein, oder?
Bin muffig.

Kommentare:

  1. Das kann ich gut verstehen. Wir haben vor unseren Fahrradschuppen auch so einen Grünstreifen, den die Anwohner bepflanzt haben, damit es nicht so trist aussieht (da steht nur ein Bäumchen). Letztes Jahr kamen dann auch die "Gärtner" von der Wohnungsbaugesellschaft und haben die Blumen einfach als Unkraut beseitigt. U. a. blühende Blaukissen. Halloo? Und dafür haben wir auch noch eine Rechnung bekommen. Meine Nachbarin hat sich dann im Namen der Anwohner beschwert. Mal sehen, ob sie dieses Jahr wiederkommen...

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  2. Ich wäre auch muffig. Wie schade, nachdem Du Dir diese Mühe gemacht hast. Vielleicht hat die Stadt einen Arbeitsauftrag erteilt, der nur tump ausgeführt wird. Leider ist Denken heute ab und zu nicht mehr möglich. Es tut mir leid für Dich. LG Kirsten

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  3. ja klar, kennen sie - fleissige lieschen, rosen und sowas... aber schafgarbe und malve? nee, die sind bestimmt nicht "showy" genug... sieht man ja auch kaum mal in den knalligen pflanzkatalogen... ich glaube, das setzt interesse voraus, das viele der arbeiter vermutlich nicht haben! schade, aber nicht aergern, zum glueck sind diese stauden ja meist ziemlich hart im nehmen und kommen bestimmt wieder! vielleicht hilft es ja, sicherheitshalber neben die pflanzen schildchen zu stecken?
    mit gruessen von der nass/gruenen insel
    Bettina

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  4. Na ich wäre nicht nur muffig, ich hätt schon mal gleich bei der Stadt meinen Unmut kund getan, da bemüht man sich auf eigene Kosten, das es schön ausschaut und dann so was, neeee oder!!!!!

    LG Marita

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  5. da wär ich auch muffig!
    spontan dachte ich, daß du vielleicht einfach ein kleines schild hinbasteln könntest, auf dem steht, daß du dich privat um das bett kümmerst und die da gefälligst ein bißchen sinnvoller werken sollen. oder du rufst bei der stadt an und übernimmst sozusagen die patenschaft für dieses beet?

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  6. Das kann ich gut verstehen!
    Aber ich weiß auch, dass zumindest bei uns Hilfskräfte arbeiten bzw. Leiharbeitsfirmen mit irgendwelchen ungelernten Arbeitern durch die Grünanlagen "pflügen".
    Alleine schon beim Zusehen stellen sich mir oft die Nackenhaare hoch - mir scheint, die wenigsten haben eine Ahnung vom Gärtnern!
    Den Großteil ihrer Arbeitszeit verbringen die übrigens mit Rumstehen, Rauchen, Essen und Quatschen.
    Da kriege i-c-h immer einen dicken Hals!

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  7. @Edith: Am Fleiß unserer Männer vom Bauhof kann ich keinen Makel finden. Wenn ich die Männer sehe (und ich sehe sie oft in unserem kleinen Städtchen) sind sie immer fleißig am Werkeln. Da wird nicht viel geschwätzt ohne zu arbeiten und sie sind bei Wind und Wetter draußen und halten unser Städtchen ordentlich. Grundsätzlich machen sie wirklich gute Arbeit. Das jetzt allerdings meine Rabatten abgemurkst wurden, war allerdings großer Mist. Nun ja. Beim nächsten Mal bin ich schlauer.

    LG von Juliane

    LG von Juliane

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  8. Über so fleißige Arbeiter dürft Ihr froh sein, liebe Juliane.
    Hier bei uns sind sie oftmals der Aufreger schlechthin - bei vielen Bewohnern der Stadt bzw. bei Spaziergängern.

    Ich wünsche Dir, dass Du bei der nächsten Unkraut-Rupf-Aktion zur Stelle bist und Deine Stauden retten kannst :-)
    Alles Liebe, Edith

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