Montag, 13. Februar 2012

Tibetspindel

Vergangene Woche ist eine wunderschöne Spindel bei mir eingezogen. Gedrechselt wurde sie von einem Mitglied aus Petzis Spinnforum. Es ist eine seiner ersten Spindeln nach tibetischem Vorbild und ich hatte mich sofort in diese Schönheit verliebt. Eigentlich sollte es in diesem Monat keine Spindel geben, aber da mußte ich meinem Vorsatz doch untreu werden. *seufz*

Weil die Spindel beim Drehen, nach Meinung des Drechslers, ein wenig vibriert, sollte sie erst nicht abgegeben werden, aber nachdem ich ganz lieb mit meine virtuellen Augen geklimpert hatte, durfte ich sie doch adoptieren.
Und ich muß sagen, daß sie wirklich sehr gut läuft und viel Spaß macht.
Da ich auch bei dieser Spindel mit Halbschlag spinne und die Spindel beim Drehen nicht in meiner Hand läuft, bemerke ich die sehr leichte Vibration (wirklich marginal) überhaupt nicht mehr.
Daten:
Drechsler: Chris aus dem Forum
Holz: Ahorn (Wirtel), Tulpin (Schaft)
Gewicht: muß ich noch messen.
Länge: ca. 27cm
Wirteldurchmesser: ca. 6cm

Die Spindel ist wesentlich leichter als meine Malcolm Fielding Spindel und dreht sich auch nicht mit der gleichen gelassenen Unerbittlichkeit wie diese, dafür lässt sie sich mit weniger Kraftaufwand andrehen, was ich zu schätzen weiß.

Außerdem muß ich noch eines meiner wichtigsten Hilfsmittel beim Spinnen mit der Handspindel zeigen:
Meinen Handgelenksrocken
Zum ersten Mal habe ich ihn auf dem diesjährigen Ravelry-Treffen bei Chantimanou gesehen und war sofort begeistert. Die Technik ist denkbar einfach und ich kann nun längere Faserstränge zum Spinnen nehmen. Für meinen Rocken habe ich ganz einfach eine Kordel meiner Kinder gemopst (den Protest überhört, schließlich habe ich die Kordel in meiner unendlichen Güte und in einer gefühlten Länge von ca. 100m für meine Mädchen selber gehäkelt) und einige bunte Holzperlen (auch diesen Protest ignoriert) zum Beschweren an die Enden geknotet.
Eine zuziehbare Schlaufe für das Handgelenk geknotet und fertig war der Rocken.
Seeeehr praktisch.

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