Donnerstag, 30. Juni 2011

In Arbeit und in Planung............

Erst mal zum Gegenwärtigen und in Arbeit befindlichen Projekt. Ich stricke gerade einen Teppich aus handgesponnenem Garn. Nach dem Stricken werde ich den Teppich in die Waschmaschine werfen und das ganze Dingen filzen. Was das soll? Ganz einfach. Das Ganze wird ein Teppich, den ich beim Outdoor-Spinning *hörthört* unter meine Spinnräder legen werde, damit die Dämchen es schön kuschelig und trocken um die Füße haben.

Aus diesen Vliesen........habe ich vor einer gefühlten "Ewigkeit" dieses Garn gesponnen. Natürlich etwas mehr als diese lausigen zwei Stränge.
Nach der üblichen Ablagerungszeit von mehreren Monden habe ich es jetzt herausgekramt, auf meiner Nostepinne für Arme gewickelt.............
.....und angestrickt. Das Muster ist kraus rechts ohne Schnickes, weil es nach dem Filzen sowieso nicht mehr zu sehen ist.
So sieht der Teppich halb fertig aus. Jetzt habe ich nur ein Problem.........mit jeder weiteren Reihe die ich anstricke verliebe ich mich mehr in diese Möchtegerndecke. Ich weiß gar nicht warum. Sie ist schwer, sie ist kratzig, sie ist haarig, sie ist pieksig und bei diesem Wetter einfach mörderisch warm auf den Beinen. Aber ich weiß nicht, wie ich es übers Herz bringen soll, die Decke zu filzen. Außerdem habe ich für eine richtige Decke gar nicht genügend Garn. Ich müßte noch einmal Faser bestellen und nachspinnen und das will ich eigentlich gar nicht......... *seufz*
Na ein bisserl Zeit habe ich ja noch zum Überlegen.

Nun der Blick in das zukünftige Projekt. Für den einwöchigen Urlaub habe ich eine schöne Arbeit geplant. In der Ravelry-Group von Spinning Martha beginnt am kommenden Freitag ein kleiner Knitalong für das freie Muster "See You". Ich habe mich entschlossen, es mit handgesponnenem Garn zu stricken, so wird das Tuch trotz seiner Schlichtheit zu etwas ganz Besonderem.

Diese drei Schönheiten sind die Kandidaten der Wahl:
Das feurige Garn und das blaugrüne Garn kommen aus der Färbeküche von Spinning Martha (was sonst bei diesem Tuch) und tragen den Namen "Kaminfeuer" und "Mudcake".
Beides sind Merino/Bambus-Mischungen, die wahnsinnig weich sind.
Das grüne Garn ist mein erstes Spindel gesponnenes Garn (muß ich noch verzwirnen) und die Faser stammt aus dem Hause Wollinchen und trägt den Namen "Elfenmoos". Es ist eine Merino/Seidenmischung.
Sodele und jetzt ist Schluß mit der Schreiberei, weil ich keine Zeit habe. Muß noch ganz schnell das grüne Garn verzwirnen und dann baden (das Garn.......nicht ich..........zum fluffig werden......das Garn.......nicht ich.........bin bereits fluffig genug........)

*schnauf*

Unser Urlaub wirft seine Schatten voraus. Heute war Großeinkauf angesagt und ich bin heilfroh, daß es heute nicht so heiß ist, weil ich ansonsten beim Kramschleppen wahrscheinlich zusammengebrochen wäre......... Ferienwohnungen sind ja wunderbar, aber ich habe immer den Eindruck, daß ich den ganzen Hausstand mitnehmen muß............ ob ich wohl sicherheitshalber noch meine Waschmaschine mitnehme...........?

Mittwoch, 29. Juni 2011

Pflanzedellen nach Hausfrauenart

Komisch! Hatte ich nicht schonmal eine Rubrik für Rezepte? *mpf* Muß wohl einer Aufräumaktion zum Opfer gefallen sein. Egal. Dann wird sie halt neu eröffnet.

Heute gibt es ein Rezept für "Pflanzedellen".
Schlichtweg Frikas ohne Gehacktes und ohne tierische Zutaten.

Rezept für ca. 4 Pflanzedellen:
200g Tofu
1 kl. Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
1 Tl Senf (scharf oder mittel)
1 Tl bayerischer süßer Senf
2-3 EL zarte Haferflocken
1 TL Kapern (optional)
1 TL Estragon
Salz
evt. ein wenig gekörnte Gemüsebrühe
Pfeffer
Paprika scharf
Raps-oder Sonnenblumenöl zum Braten

So geht es:
Tofu zerbröseln, Zwiebel, Kapern und Knoblauch klein hacken und mit den Haferflocken unter den Tofu rühren. Sämtliche anderen Gewürze (Senf auf keinen Fall vergessen, denn ohne Senf schmeckts nicht!) untermischen und alles ein wenig ziehen lassen. Bällchen formen und braun braten. Fertig.

Ich habe hier mein "normales" Frikadellen-Rezept abgewandelt und Fleisch durch Tofu ersetzt und das Ei weg gelassen. Und was soll ich sagen? Die Pflanzedellen schmecken genau so, wie meine Frikadellen. Total lecker! Und wenn ich die Dinger nicht in der Pfanne hätte ankokeln lassen, dann wären sie noch besser im Geschmack gewesen. *grins*

Ich ahne bereits.......

......das ich gleich mit wehenden Röcken in den Garten rennen darf um meine Wäsche vor dem Regenguß zu retten. *grummel*

Einer Mohnblume ähnlich...........

Die Spindel ist ausgezogen

......sieht mein neuestes Spindelchen aus dem Hause Matthes. Eigentlich wollte ich zur Zeit keine neue Spindel kaufen, aber beim Stöbern bin ich auf die Mohnblumenspindel gestoßen und habe mich sofort verliebt. Ich mag Mohnblumen sehr.
Leider bin gestern in der Hitze schier zerflossen, so daß ich keine große Lust zum Ausprobieren hatte. Aber ein paar Meter Faden habe ich doch damit gedreht und mein erster Eindruck ist sehr gut. Die Gewichtsverteilung ist ideal. Das Gewicht ist nahe am Schaft und außen am Wirtel und dadurch dreht sie sich wie ein kleiner Wirbelwind und taumelt überhaupt nicht. Ich hoffe, daß ich heute weitere Meter spinnen kann.
Daten:
Drechsler: Angela und Uwe Matthes
Hölzer: Makassar Ebenholz, Amaranth, vergessen muß ich nochmal fragen,Buche (Schaft).
Gewicht: 26g
Länge: 25cm

Freitag, 24. Juni 2011

Orientfarben versponnen.......

Schon lange hatte ich einen Kammzug von Jessy in meinem Stash und jetzt hat er mich angelacht. Die Farben erinnern mich an Gewürze. Hier könnt Ihr ein Bild vom Kammzug sehen. Wie immer habe ich vergessen ein Bild vor dem Verspinnen zu machen.

Auf meinem Ladybug habe ich dann einen Single gesponnen und mit einem Konengarn in schmutzig weiß verzwirnt. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut.
Daten:
Faser: Bfl superwash/Nylon (70/30)
Färberin: Jessy
Gewicht: 110g
Gesamtlänge: 322m
Lauflänge: 293m/100g

Dienstag, 21. Juni 2011

Darf ich vorstellen....

Friedwart Fuchs
ist fertig.
Friedwart gehört zur Rasse der "Faulfüchse",
die immer besonders gerne alle Viere von sich strecken um in der Sonne zu liegen.
Da diese Art von Füchsen zu den Frostbeulen unter den Tieren gehören,
hat er sich einen Schal zugelegt.
Der kommt ganz stylish aus der pfotengesponnenen Wolle vom letzten gefressenen
blauwolligen münsterländer Flachlandschaf daher.
Das Zusammennähen der Einzelteile ging mir recht flott von der Hand. Das mache ich nämlich ganz gerne, weil es einfach und lustig ist. Ich habe immer viel Spaß dabei, weil sich so ein Stofftier beim Zusammennähen immer kolossal ändert. Bei diesem Fuchs ging es von einem gräßlichen Fadenwirrwarr in das Aussehen eines Mutanten-Schweinerls über (zusammengenäht und gestopft, aber ohne Ohren, Nase, Maul), um dann plötzlich zu einem fröhlichen Fuchs zu werden.
Friedwart wird noch diese Woche zu Amala reisen. Die warten nämlich schon auf den neuen Hausgenossen. Das er "gut mit Mädels kann" ist schon klar, weil er es sich als kleiner Seitenansauger schon mal bei Anna auf dem Schoß gemütlich gemacht hat.
Die Anleitung für den Fuchs findet Ihr im Buch "Traumhafte Strickideen zum Kuscheln".
Das Buch ist aus dem Englischen übersetzt und die Anleitung hat mich ziemlich geärgert, weil sie an vielen Stellen für mich unverständlich, umständlich oder fehlerbehaftet war. Aber ich bin hier sowieso etwas unduldsam, weil ich deutsche Anleitungen durch die Bank nervig finde und lieber nach englischen Anleitungen stricke. Wer mit englischen Strickbegriffen zurecht kommt, der sollte sich vielleicht das Original zulegen.

Sonntag, 19. Juni 2011

Dat Leenchen......................

-Verkauft an eine Mitspinnerin aus der Spinngruppe-

.................ist heute bei mir eingezogen.
Getauscht habe ich sie mit Heike gegen ein anderes Spinnrad. Dat Leenchen hatte ich schon auf dem Bielefelder Spinnwebentag gesehen und mich darin verliebt.
Leenchen ist ein winzeliger Wutz und spinnt ganz hervorragend. Ich bin total happy.
Danke Heike!
Daten zum Leenchen:
Spinnradbauer: Konrad Sickinger
Jahr: 1976
Modell: Schwabenland
Antrieb: zweifädig
Höhe: 88cn
Breite Schwungrad und über Alles: 35cm
Heute war ein schöner versponnener Tag. Um Leenchen abzuholen bin ich 140 km nach Bad Salzuflen gefahren um mich dort in der Heerser Mühle zum Umwelttag mit Heike, Sylvie, Julia und Mona zu treffen.
Wir haben dort als Spinngruppe gesessen und unser Handwerk vorgeführt.
Auch wenn der ganze Tag total verregnet und ich hinterher ziemlich durchgefroren war und nasse Socken hatte, war es sehr schön.
Besonders gefreut hat mich vor allen Dingen, daß ich Sprotte kennen lernen durfte. Ich finde es immer besonders schön, die Menschen hinter den Blogs kennen zu lernen.

Samstag, 18. Juni 2011

Bei diesem Lappen- und Fadenwirrwarr...........

..........handelt es sich um die Einzelteile von Friedwart dem Fuchs.
Heute werde ich dem explodierten Dasein ein Ende setzen und mit dem Zusammennähen anfangen.

Die Anleitung findet man in diesem Buch und ist auch noch näher zu betrachten bei Ravelry.

Der Fuchs heißt in diesem Zustand Friedwart, weil mich diese unschöne Anleitung ziemlich fuchst und ich Mühe habe dabei den Frieden zu wahren. *grummel*
Die Anleitung finde ich deshalb nicht schön, weil sie zum großen Teil "komisch" geschrieben ist und für mich an manchen Stellen nicht ganz verständlich. Das ist natürlich nur meine völlig unbescheidene Meinung und erhebt keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Vielleicht bin ich auch nur zu d******lich dem Ganzen zu folgen.......

Donnerstag, 16. Juni 2011

Eine neue Spindel ist eingetroffen

Die Spindel hat ein neues zu Hause gefunden!

Vor einiger Zeit bat ich Herrn Steinacher mir eine Support Spindel zu drechseln und gestern ist sie eingetroffen.
Sie sollte schlicht und schlank sein.
Das hat Herr Steinacher gut umgesetzt.
Meine feine Russian aus Apfelbaumholz.
Daten:
Drechsler: Heinz Steinacher
Holz: Apfelbaum
Länge: 30cm
Gewicht: 27g
Die Spindel ist wunderschön und dreht sich wunderbar in ihrem Schälchen. Ein Schälchen habe ich mir aber nicht separat machen lassen, weil ich genug Schalen zu Hause habe, die sich dafür eignen. Ich wollte kein Holzschälchen, daß nur zum Spindeln taugt im Hause herumfliegen haben. Ich nehme eine Teetasse von einem Teeservice, daß meine Großeltern vor Jahren von einer Butterfahrt mitbrachten. Das klappt hervorragen, obwohl ich sagen muß, daß ich noch viel üben muß um einen dünnen Faden zu machen. *räusper*
Warum ein Schälchen, wird sich jetzt die Eine oder Andere fragen. Ganz einfach. Diese Art Spindeln sind keine Fallspindeln, die frei hängend gedreht werden, sondern sie werden in eine Schale gestellt und dann gedreht. Das erlaubt ein Spinnen ganz ohne Zug auf der Faser und wer es kann, der kann damit auch ganz dünn spinnen. Ich aber noch nicht........

Mittwoch, 15. Juni 2011

"Mamaaaa.............

...........ich sehe aus wie eine Prinzessin!" Das teilte mir Emma heute Morgen mit, als sie in ihren neuesten Rock kletterte. Den hatte sie gestern im Zweite-Hand-Laden gefunden (natürlich 3 Nummern zu groß) und mußte ihn unpetinkt haben! Weil er so groß war, daß er ihre Hüften nicht mal streifte bevor er zu Boden fiel, wollte ich ihn gar nicht kaufen, aber was will ich gegen ein schmelzendes: "Büüüüüütteeeeee!" ausrichten?
Heute Morgen passte er dann auf wundersame Weise (meiner Nähmaschine sei Dank) und jetzt sieht sie aus wie eine Prinzessin. Der Rock ist so lang, daß er bis über ihre Füße geht. Das scheint dabei sehr wichtig zu sein.
Tja........und wo steckt ihre Hoheit jetzt im Augenblick? Im Sandhaufen der Nachbarn (groooßer Berg für das Betonmischen)! Schaufeln!
Natürlich sehr damenhaft versteht sich. Der Rocksaum wird leicht angehoben, bevor es ans Sandhaufenklettern geht. *augenroll*

Samstag, 11. Juni 2011

Handkarden ausprobiert..........

Vor kurzer Zeit habe ich ein Paar gebrauchter Handkarden erstanden. Eigentlich wollte ich nicht damit anfangen Rohwolle zu verarbeiten................aaaaaber........was soll ich machen? Ich hatte doch so schöne Wolle von einem Heidschnucken/Scottisch Blackface Schäfchen bekommen.

Kaum war die Wolle gewaschen und lag strahlend weiß vor mir, wollte ich sie verspinnen, aber aus der Flocke heraus machte es keinen Spaß. Also habe ich zugeschlagen, als mir der Zufall zwei Handkarden in Aussicht stellte.
Und so habe ich mich heute mit dem Beutelchen voller Wollflocken auf die Terrasse gesetzt.
Eine der Handkarden hatte leider keinen Stiel, sondern einen kleinen Schlitz mit dessen Hilfe ich die Karde mittels einer Schraubzwinge an den Tisch klemmen sollte. Da ich vom Tisch unabhängig sein wollte habe ich mir mit einer Säge, Ponal und der Hilfe von Herrn Blechbläser (ich hasse es zu schrauben) einen Stiel an die Handkarde gefrickelt.
Und diese süßen Rölleken sind bei meinem ersten Versuch herausgekommen.
So kann ich jetzt ordentlich spinnen. Leider hatte ich heute nicht viel Zeit zum Kardieren aber es macht Spaß und es wird noch mehr von den Rölleken geben.
Wie gut, daß ich einen super Link zum Thema kardieren mit Handkarden in Petzis Spinnforum gefunden habe. Ansonsten hätte ich mich ziemlich dumm angestellt.

Freitag, 10. Juni 2011

Ich hatte ganz vergessen............

.........wieviel Freude mir gewisse Kartenspiele machen!

Mit meiner Freundin Ines aus Kindheitstagen habe ich stundenlang Mau Mau gespielt.
Mit meiner Oma Änne habe ich auch Mau Mau gespielt, aber noch lieber hat sie "17 und 4" mit mir gespielt. Patiencen habe ich gelegt, wenn ich alleine war.
Dann kam das erste Uno-Spiel auf den Markt und es war damals der Renner für mich und meine Freundin.
Jetzt bin ich vor ein paar Tagen auf dem Dachbalken gewesen und meine Entenküken wacker mit mir. Da hat Inge beim Stöbern mein uraltes Uno-Kartenspiel (damals noch von Amigo vertrieben) gefunden und seitdem sitze ich mit den Mädels am Tisch und spiele Uno.
Heute Nachmittag mußte auch Herr Blechbläser mitspielen und als Emma beleidigt abzog (sie verliert nicht gerne) haben wir beide weitergemacht und es hat so viel Spaß gemacht, daß ich Tränen gelacht habe.
Eines kann ich sagen, das Spiel wird mit Sicherheit nicht mehr so weit weggepackt.

Sonntag, 5. Juni 2011

Oha!

Meine Große ist p e l e i t i k t! Und wie! Habe ich ihr doch verboten im Haus mit Wasserbomben zu experimentieren. Rabenaas von Mutter, die ich bin.........
"MamAAA, das ist gemein von Dir und ich ziehe schon aus zu meiner Patentante wenn ich noch gar nicht groß bin! Zu Svea! MennOOO!"
Dann ist sie schmollend abgezogen in ihr Zimmer.
So, so! Zu ihrer Patentante will sie ziehen. Am besten Vorgestern noch! *seufz* Alles leere Versprechungen wie ich befürchte..........

Ich setze mich wieder in den Garten. Kaffee schlürfen in der behaglichen Gewissheit, daß ich trotz meiner Gemeinheit immer noch die liebste und schönste Mami bin. Wetten?

Ruhe........

So ruhig und so gemütlich..............
Einfach auf der Terrasse sitzen,
eine Tasse Kaffee trinken............ein wenig lesen..............ein wenig verzwirnen...............hach.............herrlich.
P.S.: Liebe Mama, erkennst Du den uralten Webteppich noch?

Freitag, 3. Juni 2011

Achtung!

Info für Alle, die Ravelry nur sporadisch besuchen:
Es gab ein Sicherheitsproblem und ihr solltet umgehend Eure Passwörter ändern.

Wie merkwürdig..................

.................ist es für mich, mitanzusehen wenn der Papa unserer Nachbarn von der Arbeit nach Hause kommt. Gestern habe ich es zum wiederholten Male bemerkt. Die Kinder unterbrechen kurz ihr Spiel, ein Blick wird zum Papa geworfen, keine Miene wird beim Großen verzogen (4 Jahre alt), der Kleine lächelt (2 Jahre alt) und dann wird weiter gespielt. Die Jungs laufen nicht zum Papa um ihn zu begrüßen und der Papa geht nicht zu den Kleinen um sie zu umarmen. Dabei sind unsere Nachbarn genau so liebevoll mit ihren Kindern wie wir mit unseren.

Wie anders sieht das bei uns aus. Sobald das Zauberwort: "Papa kommt!" ausgesprochen ist, gibt es kein Halten mehr. Alles wird liegen und stehen gelassen. Es wird sich darum gestritten wer zuerst an der Haustür ist, wer die Tür öffnen darf und dann wird der Papa lautstark begrüßt, umarmt und mit allen Neuigkeiten des Tages vollgesabbelt. Wenn die Kinder nicht bemerken, daß der Papa gekommen ist, dann geht Herr Blechbläser hin und begrüßt unsere Kinder, nimmt sie auf den Arm und alle freuen sich.

Ich wollte es nicht anders haben. Wir freuen uns aneinander und wir vermissen uns gegenseitig, wenn die Familie nicht vollständig ist.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Amerikanischer Bison auf der Spindel........

Gerade habe ich eine ganz besondere Faser gesponnen.
Faser vom amerikanischen Bison. Nicht das Ihr jetzt denkt, daß ich winnetoumäßig auf Faserjagd gewesen bin. *gacker* Wir waren vor einer Woche im Wildpark Frankenhof. Dort gibt es eine Familie dieser großen und prächtigen Tiere. Bei dem Besuch stand der Bulle in einem Unterstand und ich hätte ihn leicht berühren können, wenn ich mich getraut hätte. Ich habe noch nie ein so mächtiges und großes Tier gesehen. Egal wie groß Ihr ihn Euch vorstellt. Wenn er direkt neben Euch steht ist er noch viel größer.
Zur Zeit scheinen die Bisons ihr Winterfell abzuwerfen und es liegen hier und dort Wollflocken herum und ich habe mich in die Büsche geschlagen um die Fasern aufzusammeln.

Die Fasern sind sehr rauh, kräftig, kaum gewellt und haben unterschiedliche Stapellängen.
Von einer Länge von ca. 5cm bis.........
zu einer Länge von 1cm reicht der Unterschied in der Faserprobe.
Ob die Fasern von einem oder mehreren Tieren stammen ist mir nicht bekannt.

Das Verspinnen war schwierig, weil die Faser keinen Zug vertrug und viel Drall brauchte um nicht zu reißen. Ich habe schlußendlich meine Kopfspindel in ein Dessertschälchen gestellt und supported gesponnen. Das ging ganz hervorragend.
Der entstandene Faden ist sehr fest, sehr hart und extrem kratzig. Erinnert ein wenig an diesen komischen Teppichboden in meiner alten Schule oder die Scheuerseite meines Spülschwammes.
Weich ist etwas Anderes.
Auch wenn es nur eine Probe war, die ich versponnen habe, war es doch ein ganz besonderes Gefühl. Ich hätte nie gedacht, daß ich mal Bison verspinnen werde. Unglaublich.

Hach..........

............ich freue mich gerade wie Bolle!
Es ist doch wirklich gute Laune fördernd ein Spinnrad zu erwerben.
Juhuuuuuu!

AAAAAAHHHHRRRGGGHHHLLLL

Jetzt habe ich heute Morgen so viel zu tun. Alle Termine sind verzahnt und es muß alles hintereinander gut klappen und dann? Dann macht unser Auto beim Schlüssel umdrehen: "Drrrrrrrrrrr!!" Das war es. Ich könnt' aus der Haut fahren........................ Das ist ja was für mich. Termin absagen, alles umplanen, ganz schnell mit dem Fahrrad durch die Stadt toben um das Dringenste zu erledigen und dann auf den Werkstattmann warten. *gnaz*