Montag, 28. Februar 2011

Mithril........

Ich habe den Körper meines Perlenbeutels fertig gestrickt. Das Aussehen der kristallklaren Perlen mit Silbereinzug und dem weißen Perlgarn erinnert mich an das Kettenhemd aus Mithril,
das Bilbo Beutlin seinem Neffen Frodo im ersten Teil der Trilogie schenkt.
Jetzt muß ich noch ein Inlett einnähen und alles zu einem Täschlein zusammenfügen.
Verschluß dran und fertig.

Sonntag, 27. Februar 2011

Dir werd' ich helfen.............

...............Freundchen!
In diesem Falle handelt es sich bei dem "Freundchen" um meine schicke schwarze Uniformjacke, die ich mir im letzten Herbst gegönnt habe.
Leider haben die Uniformknöpfe jeden Zwirn durchgewetzt und jede Woche mußte ich mindestens einen Knopf wieder annähen.
Heute habe ich alle Knöpfe mit schwarzem Schmuckdraht und Quetschperle befestigt. HA! Und wenn das nicht hält, dann fresse ich einen Besen. Ohne Salz!

Irgendwie erinnert mich das an meine Staatsprüfung Anno '98, als mir 5 Minuten vor der mündlichen Prüfung ein Knopf vom Jackett fiel. Ich war schon im Begriff mich in völliger Panik aufzulösen, als mir ein lebensälterer Kollege mit aller Seelenruhe und einer Büroklammer den vermaledeiten Knopf wieder an das Jackett geheftet hat. Ich werde ihm ewig dankbar sein......

Donnerstag, 24. Februar 2011

Mudcake

Daten:
Fasern: Merino/Bambus
Gewicht: 95g
Lauflänge absolut: 324m
von: Spinning Martha
gesponnen auf der Lady
Das verspinnen der Fasern war wieder einmal wundervoll. Die Mischung läuft leicht aus der Hand, ist weich, filzt nicht und hat einen seidigen Schimmer, der bei den Lichtverhältnissen nicht zu photographieren ist.
Und so sah der Kammzug (rechts auf dem Bild) vor dem Spinnen aus.

Kündigung.........

Sehr geehrter Herr Blechbläser,

hiermit kündige ich das Arbeitsverhältnis als Kinderfrau Ihrer Kinder.Ich habe eine weitaus ruhigere, körperlich weniger anstrengende und lukrativere Tätigkeit bei dankbaren Menschen in einer südamerikanischen Opalmine gefunden.

Mit freundlichen Grüßen

Frau Fadenwirkerin

P.S.: Ein Zeugnis über meine Tätigkeit brauchen Sie mir nicht ausstellen, da ich mein Lebtag nie wieder eine ähnlich gestaltete Arbeit verrichten werde.

P.P.S.: Den noch ausstehenden Monatslohn brauchen Sie nicht auszahlen. Den schenke ich Ihnen.Sie können ihn brauchen.

Edit nach einer Stunde: Na, vielleicht trete ich die Stelle in der Opalmine doch nicht an.................Oder ich nehme Herrn Blechbläser mit. Der könnte dann mein persönlicher Spitzhackenhalter sein. *gacker*

Montag, 21. Februar 2011

Blick in den Handarbeitskorb

Es könnte ja der Eindruck entstehen, daß ich handwerklich überhaupt nicht mehr tätig bin, daher habe ich mich aufgerafft und ein paar Photos von meinen angefangenen Arbeiten gemacht. In letzter Zeit hatte ich ein wenig die Starteritis.

Zuerst einmal habe ich nach ungefähr 2-jähriger Pause wieder angefangen an meinem Great American Aran Afghan zu arbeiten. Wenn ich in diesem Tempo weitermache, dann habe ich vielleicht diese Decke zur Pensionierung fertig. Wie man sehen kann, habe ich auch gleich einen Fehler eingestrickt, aber ich war zu träge um den noch zu ändern.
Dann habe ich mit einer Strickspitze angefangen. Die Anleitung ist hier zu finden. Es ist eine Anleitung von 1920 aus dem Otto Beyer Verlag. Als Garn habe ich Häkelgarn in der Stärke 20 genommen.
Als Ausgleich habe ich nach laaaaanger Zeit auch nochmal eine Socke angeschlagen. Irgendetwas zum "Hirnlosstricken" muß ich auch haben für die Tage an denen ich müde bin und auf Umschläge keine Lust habe.
Dann habe ich mir die Finger beim Wickeln einer Wollmeise der Farbe "Küken" bebuntet. Meine Finger sahen aus, als hätte ich in einen Topf mit Blütenpollen gefasst. Diese Farbe brauche ich für mein Winter-Teilstück an meinem Stickbild. Das zeige ich aber erst, wenn es wirklich komplett fertig ist.
Und in dieser "Schatzkiste", die ich vor Urzeiten aus Opas alter Werkstatt gemopst habe,
befindet sich tatsächlich so etwas wie ein Schatz.
Ich arbeite nämlich wieder an einem Perlentäschlein. Dieses Mal für mich ganz allein.
Garnfarbe ist weiß (leicht abgetönt) und die Perlen sind kristallklar mit Silbereinzug.
Eine sehr schöne Kombination, wie ich finde.
Dieses Mal habe ich ca. 3670 Perlen aufgefädelt, obwohl ich wahrscheinlich nur 2200 davon brauche. Aber ich war so gut in Fahrt beim Auffädeln, daß ich erst aufgehört habe, als die drei Döschen mit Perlen aufgebraucht waren. *grins*

Sonntag, 20. Februar 2011

Endlich...

........ist es wieder soweit.
Das monatliche Spinntreffen ist heute wieder an der Reihe.
Ich freue mich schon auf die anderen spinnerten Damen.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Was wäre wenn........

In dieser Woche wurde ich beim Einkauf im Supermarkt meines Vertrauens an der Kasse gefragt:"Waren Sie mit Ihrem Einkauf zufrieden? Haben Sie alle Produkte bekommen, die Sie suchten?"
Nun, ich bin eine genügsame und leicht zufrieden zu stellende Kundin und so habe ich ebenso brav wie meine Vorgänger an der Kasse geantwortet: " Vielen Dank, wie immer bin ich sehr zufrieden mit meinem Einkauf hier!" Und siehe da! Ich habe einen Menschen glücklich gemacht. Die Frau an der Kasse richtet sich ein wenig auf und wird größer, die Schultern straffen sich und ein dankbares Lächeln huscht über das verhärmte Gesicht.

Ich bemerke so nebenbei, daß meine Antwort nicht vermerkt wird. Jetzt regt sich in meinem Hinterkopf ein kleiner Bösewicht, der flüstert: "Was wäre wenn?"

Tja, was wäre denn, wenn die Antwort gelautet hätte: "Nein, um ehrlich zu sein, war ich ein wenig enttäuscht über die mangelnde Auswahl an Produkten. Ich hätte dringend Roggenschrot gebraucht, aber das konnten Sie mir ja nicht anbieten. Jetzt muß ich zur nächsten Mühle fahren und dort mein Schrot kaufen. Ich bin nicht sonderlich amüsiert darüber!"

Ohhhh, ich kann es schon vor meinem inneren Auge sehen. Die Frau an der Kasse stutzt und fällt dann ganz langsam hinter dem Scanner in sich zusammen. Eine matte Hand tastet sich zum Mikrophonknopf und ein gequälter Aufschrei hallt durch den Markt: "Herr K. (der Chef) bitte zur Kasse!" Und dann sitze ich in der Falle! Die Kunden hinter mir in der Schlange auch. Unmut macht sich breit, weil der Chef nicht sofort an der Kasse materialisiert und alle warten müssen. Wegen mir! Weil ich gemeckert habe! Böse Blicke treffen meinen Rücken, Füße scharren und eine alte Dame diskutiert mit ihrer Hinterfrau, daß es sowas früher nicht gegeben hätte! So jemanden frei herumlaufen zu lassen!

Der Chef wird kommen und mich wahrscheinlich am Oberarm in sein Büro zerren um mich inquisitorisch zu befragen und weichzukochen. Habe ich eigentlich Zeit dafür? Egal! Jeder ist für seine Handlungen selber verantwortlich und ich habe mich schließlich beschwert. Die Mindeststrafe liegt in einer halben Stunde Büroarrest. Die Ketten klirren leise an meinen Fußgelenken während der Marktleiter kreidebleich vor mir sitzt und immer wieder: "Warum tun Sie mir das an? Warum?"flüstert. Ich weiß es auch nicht. Ich schäme mich. Dann breche ich zusammen und kapituliere. Ein leiser Laut entflieht meinen zitternden Lippen: "Irrtum!"...............

Ein erleichterter Aufschrei des Chefs hallt durch den Markt : "Entwarnung! Sie hat es nicht so gemeint. Sie hat sich geirrt. Sie wollte gar kein Roggenschrot, sondern Roggenvollkornmehl. Das haben wir natürlich vorrätig!" Der Jubel hallt durch alle Einkaufsgassen und das Roggenmehl wird mir feierlich überreicht. Ich bin entlassen. Für dieses Mal!
Jetzt muß ich mich nur noch einmal in der Kassenschlange anstellen um das Roggenmehl zu bezahlen.
Am Ende des Liedes kommen wir wieder am Anfang an: "Waren Sie mit Ihrem Einkauf zufrieden? Haben Sie alle Produkte bekommen, die Sie gesucht haben?"
Meine Antwort? "Mein Leben ist vollkommen, seitdem ich hier einkaufe!" Und siehe da! Ich habe einen Menschen glücklich gemacht.

In diesem Sinne: Fröhlichen Einkaufsbummel!

Ein neuer Ring...........

...........ist auf meine linke Hand gezogen.
Der Ring selber ist natürlich nicht neu. Diesen Ring hat meine Oma Änne 1937 mit 14 Jahren zu ihrem Schulabschluß von ihren Eltern geschenkt bekommen. Bezahlt wurde er damals mit einem Schinken und anderen Lebensmitteln.
Das eingeschlagene Monogramm bildet die Anfangsbuchstaben von Omas Mädchennamen "A.H." Oma hat ihn immer gerne getragen und noch im letzten Sommer habe ich sie auf den Ring angesprochen und sie hat sich gerne daran erinnert.
Da meine Oma ausgesprochen große Hände hatte mußte der Ring von Größe 62 auf 57 schrumpfen und jetzt passt er wie angegossen.
Er bekommt jetzt einen permanenten Sitz auf meinem linken Mittelfinger, auch wenn ich ihn ein wenig gewöhnungsbedürftig finde, weil er eher wie ein Herrenring anmutet und nicht besonders zierlich ist.
Wichtig ist jedoch nicht sein Aussehen, sondern die vielen wunderbaren Erinnerungen, die mich über ihn mit meiner Oma verbinden.
Jetzt habe ich vier wichtige Ringe auf meinen beiden Händen und wer weiß, welche Ringe im Laufe der Jahrzehnte noch dazu kommen mögen.

Wer das Foto vergrößert, den bitte ich, meine rauhen Hände nicht zu beachten. Ich mag keine Handcremes.

Dienstag, 15. Februar 2011

Fröhlicher Morgen.......

Oh Mann! Das kann ja heiter werden heute! Die Kinder sind jetzt schon wieder so gut drauf, daß es eigentlich nur noch besser werden kann. Ich gehe mir jetzt mal die Ohrenschützer holen.........und ein Megaphon......

Montag, 14. Februar 2011

Verdammte Axt...........

Heute Abend will aber auch gar nichts klappen. Fühle mich, als hätte ich Watte im Kopf oder einen über den Durst gebechert. Stricken klappt nicht. Nicht mal das allereinfachste und lächerlichste Zopfmuster. Sticken klappt nicht und sieht scheußlich aus. Habe zum X-ten Male die Stiche wieder aufgetrennt und bekomme nicht einmal mehr den Faden ins Nadelöhr gefädelt.............Meine Strickspitze wage ich in diesem Zustand nicht einmal anzuschauen, geschweige denn weiter zu stricken.................Was bleibt denn jetzt noch übrig? Schmollen! Ich gehe jetzt und erwürge mein Schmusekissen.................*gnaz*

Samstag, 12. Februar 2011

Ein Hauch............

"Betrachtet das Erwachen des Frühlings und das Erscheinen der Morgenröte!
Die Schönheit offenbart sich denjenigen, die betrachten."
Khalil Gibran
So wunderbar zart und zerbrechlich!
Seidig schimmernd und leicht wie der Windhauch selber.
Eine Tulpe.


"Man sollte doch glauben, daß die Berührung mit der Natur, diesem unmittelbaren Ausdruck der Schönheit und Güte, alles Böse im menschlichen Herzen verschwinden lassen müsse. "
Leo N. Tolstoi

Freitag, 11. Februar 2011

Heute Vormittag war ich nostalgisch.........

..........und habe mir ein altes Kochbuch meiner Oma Änne hervorgekramt. Das Buch ist schon ganz lange in meinem Besitz. Es stammt aus der Zeit, als Oma ihre Ausbildung machte und Hauswirtschaft an der Hildegardis-Schule in Münster lernte.
Die Ausgabe ist von 1939 und in Fraktur gedruckt. Da ich aber noch in der Lage bin Fraktur oder auch Sütterlin (Omas Anmerkungen) zu lesen macht es mir keine Schwierigkeiten die Rezepte nachzubacken.

Das Buch ist ein wahrer Schatz und der Inhalt zeugt noch von der Zeit, als es in größeren Haushalten oder auf den Bauernhöfen noch Dienstboten und Hausangestellte gab. Es ist keine reine Rezeptesammlung, sondern beinhaltet Warenkunde, Benimmregeln für Hausangestellte, Pflege von Kranken, Ausrichtung von Festessen und die sparsame Führung eines Haushaltes.

Also habe ich mir die Schürze angezogen (ich bekenne: ich liebe Schürzen mit Latz und trage sie mit großem Vergnügen) und habe gebacken.
Die Plätzchen, die ich mir aus dem Buch ausgesucht habe, sind Marzipan-Schokoladen-Plätzchen und sehen eher unscheinbar aus. Aber sie schmecken geradezu göttlich köstlich!

Frisch eingezogen.............

.......ist ein hübsches kleines Bärchen aus der Werkstatt von Beate.
Ein wahres Grinsebärchen ist es geworden. Und weil er so schöne rote Knöpfe an der Buchse hat, habe ich ihn "Knöpfchen" getauft.
Außerdem hat mir Beate als "kleine" Überraschung noch ein schönes Sofakissen genäht. Es ist sehr kuschelig und wie man sieht, passt es hervorragend in die Sofaecke von Herrn Blechbläser. Jetzt muß ich ihn nur noch überreden das alte (nicht mehr so ganz schöne) Eulenkissen vom Schweden damit zu ersetzen.
Die Leckerlis, die im Paket mit drin waren, die habe ich schon mal vorsichtig probiert. Legga!
Liebe Beate, danke für den netten Tausch.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Ich bin ja sooooo müüüüüdeee.........

Die Nacht war wie erwartet grandios schlecht. Bis 02:00 Uhr habe ich mich erst gar nicht ins Bett gelegt, weil sich Emma jede Viertelstunde übergeben mußte. Der Durchfall erreichte uns kurz danach, war jedoch mit einer Überraschungsattacke zufrieden. Wenigstens etwas. Nach zwei Uhr hatte ich dann zwischen den Terminen eine knappe Dreiviertelstunde Zeit. Die arme Maus hat sich so gequält. Ätzende Sache. Na ja, jetzt scheint es erst einmal gut zu sein. Emma schläft seit 3 Stunden durch und kann sich ein wenig erholen. Inge ist heute auch nicht im Kindergarten. Sie hatte wieder Husten und Luftnot und in ihrem Zimmer waren Herr Blechbläser und ich, wenn wir nicht bei Emma im Zimmer waren. Aber auch das scheint nun vorbei zu sein. Ich hoffe nun, daß mir der Kopf nicht beim Frühstücken in die Kaffeetasse klatscht.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Na supi!

Gerade hat Emma mit einem Magen-Darm-Virus angefangen.
Zum ko***!
Na das wird ja eine gemütliche Nacht.

Dienstag, 8. Februar 2011

*ächz*

Heute Morgen hat mich Emma kalt erwischt! Kaum das sie die Augen aufschlug, wollte sie, daß ich ihr an das heißgeliebte Prinz****Lilli***e-Reh ein Kopfgelenk mache! *aaaaarghl*
Ich müßte dazu dem armen Schmusereh den Kopf abtrennen und das auch an Stellen die eigentlich nicht dafür vorgesehen sind..........Ich werd' verrückt. Ich weiß gar nicht, ob ich das überhaupt machen soll, denn wenn das nicht klappt, dann bin ich sowas von geliefert!
Edit: Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, diesem Wunsch nicht nachzukommen. Ja, bin ich denn narrisch?!?

Montag, 7. Februar 2011

Erstens kommt es anders...............

..........und zweitens als man denkt.......
Na ja! Sah ich mich gerade noch für die nächste Dreiviertelstunde gemütlich in einem Kaufhauscafe hocken und frei nach dem Motto: "Alles Latte!" meinen Latte Macchiato schlürfen, so muß ich mich jetzt mit einem stinknormalen Kaffee a la Mama begnügen und zwei Rabauken (Inge und J.P.) beim Spielen beaufsichtigen. Meine Große wollte dieses mal von ihrem Herrn Vater zur Musikschule gefahren werden................*seufz* Und schon ist meine ruhige Dreiviertelstunde zum Donnerdrummel. Na was soll's. Dann werde ich halt Zimtsterne mampfen..........und die Abbrucharbeiten im oberen Stockwerk ignorieren. Ich wollte schon immer einen Durchbruch von Inges Zimmer bis in den Flur haben.........solange sie kein Loch in die Außenwand stemmen geht's ja noch.

Samstag, 5. Februar 2011

Warum............

........einen runengeschmückten Zeremoniendolch kaufen, wenn ein einfaches Brotmesser auch funktioniert und es auch noch für andere Dinge taugt? Terry Pratchett Leser wissen, was die Hexe Oma Wetterwachs damit gemeint hat.

Die Frage ist nur, was hat es mit mir und meiner Handarbeit zu tun? Im Moment recht viel.
Allerdings müßte es bei mir so heißen: "Warum teure 15er Stricknadeln kaufen, wenn ich einen 17er Kartoffelstampfer in der Küche habe?"
Am Anfang der Überlegungen stand die Entscheidung eine Häkelarbeit anzufangen. Das Muster heißt "Angora Lace Cowl" (Ravelrylink, Direktlink) und bietet für mich eine ganz neue Herausforderung. "Broomstick-Lace" heißt es auf Englisch. Die Deutsche Formulierung für die Technik ist mir unbekannt.
Normalerweise zieht man bei dieser Technik große Schlaufen um eine große Stricknadel. Da ich solche Baumstämme aber nicht habe, bin ich mit Kopp und Ohren in meine Küchenschubladen abgetaucht und mit dem Kartoffelstampfer wieder rausgekommen. Funktioniert prima!
Die Technik selber ist wirklich einfach, vor allen Dingen, wenn frau sich vorher ein Lehrvideo zu dem Thema auf Youtube anschaut.

Die erste Schlaufenreihe
Kartoffelstampfer mit Röckchen.Jetzt bin ich bei der Hälfte der Arbeit angekommen und muß noch die Randspitze machen.
Es macht Spaß, es geht schnell und sieht schön löchrig aus.

Gelassenheit..............

Kennt Ihr den Dekalog der Gelassenheit?
Von einem Mann, der es nie verlernt hat ein Mensch zu sein.
Ich habe mir diesen Schriftsatz vor einiger Zeit ausgedruckt
und ich habe ihn vorne in meinen Kalender eingeklebt.
Ganz besonders schön finde ich den Gedanken nicht bei Anderen anzufangen,
sondern bei sich selber.
Und damit bin ich wohl auf ganz lange Sicht
voll ausgelastet.

Freitag, 4. Februar 2011

Ein längs gestreifter Schal..........

..............ist mir von den Nadeln gesprungen.
Das Muster hat mich von Anfang an fasziniert, weil der ganze Schal eher einen gewebten Eindruck macht denn einen gestrickten. Er ist sehr fest und bauscht nicht auf, sondern ist dünn und flach. Aber warm. Oh ja!

Das Muster ist supereinfach und sehr eingängig. Nach einem Blick auf die Anleitung habe ich sie schon komplett weglegen können. Ich habe mir die Anleitung bei Ravelry heruntergeladen, als sie noch frei verfügbar war und im Nachhinein hätte ich mich sehr geärgert, wenn ich dafür hätte bezahlen müssen, weil es einfach nur ein "Rezept" für diesen Schal darstellt mit kürzester Anweisung für die ersten beiden Runden. Jeweils die ersten beiden Maschen sind beschrieben.
Nachtrag: Wer Lust auf dieses Muster hat und nicht die Anleitung kaufen möchte, den verweise ich auf diese freie Anleitung (Ravelry-Link, Direktlink). Das Muster ist nämlich haargenau das Gleiche.
Das Garn ist ein Bambusgarn von Mondial in einer schönen Farbkombination, die ich nicht gut photographiert bekommen habe bei dem Wetter. Hier ist aber ein Foto mit den richtigen Farben zu bewundern. Das Bambusgarn ist weich und unpieksig, hat einen schönen Glanz, ist relativ schwer und ungehörig flutschig. Die Knäuel sind mir beim Stricken einfach so auseinander gefallen, so das ich sie auf Klorollen umwickeln mußte, damit ich nicht immer einen riesigen Wollsalat hatte. Das war kein Vergnügen.
Vorderseite ohne BlitzDas Muster ist wirklich einfach zu stricken und eigentlich auch etwas für einen Fernsehabend. Allerdings habe ich mich dazu beglückwünscht alle 50Ms einen Markierer gesetzt zu haben, weil hin und wieder Flüchtigkeitsfehler aufgetaucht sind und dann mußte ich im schlimmsten Falle nur 50 Ms zurückstricken und keine 400. Fehler verzeiht das Muster nämlich überhaupt nicht. Sie springen so deutlich aus dem Musterbild hervor, daß man sie auch rot anpinseln könnte.

Rückseite ohne Blitz
Daten:
Muster: Scrappy Lengthwise Scarf
Garn: Mondial Bamboo Farbe 747
Gewicht: 160g
Länge: 130cm (400 Maschen aufgestrickt angeschlagen)
Breite: 16cm
Nd.: 4,5er

Donnerstag, 3. Februar 2011

Das Ende.......

Auf dem Höhepunkt des unrühmlichen Schauspiels, als die Lautstärke gerade die 3000 Dezibel-Marke überschritt, die Fensterscheiben sich nach Außen wölbten und ich den Eindruck gewann, ich stehe ohne Ohrenschützer auf dem Flugfeld eines Flugzeuträgers und alle Jets starten gleichzeitig, zog ich die Notbremse. Ein Platzverweis wurde erteilt und durchgesetzt und in der nachfolgenden Stille wurde der Stein des Anstoßes (Höhle) abgebaut und entfernt......
Manchmal klappt es einfach nicht. Und dann ist ein Reset die einzige Möglichkeit um wieder den Kopf über Wasser zu bekommen.................
Ich brauche einen Kaffee!

Gooooong...........

Das Höhlendrama geht in die zweite Runde. Inge ist am Dauerbrüllen, weil zugewiesener Platz, zugewiesenes Baumaterial (Stühle) und zugewiesene Decken nicht genehm sind.......*augenroll*
"Ich dreh' gleich an der Heizung" wie meine Emma so zu sagen pflegt, wobei ich es vorziehe am Spaten zu drehen oder den germanischen Hammer kreisen zu lassen....................
Mann..........bin geladen wie eine Haubitze und wenn es hier nicht gleich ein wenig ruhiger wird, dann bekomme ich mit großer Wahrscheinlichkeit einen Hörsturz............*pfuuuiiiiiiiiiiiiiiiiit* macht es schon im Ohr.............
Aaaahhhhhh..................jetzt ist es gerade ruhiger geworden............is dat schööööön!
Edit: Habe mich getäuscht. Fräulein Inge hat nur mal Luft geholt.

Mamaaa Du bist soooo gemein!............

Wie recht Du hast, meine Tochter!
Jedenfalls kam es mir auch so vor als ich aus der oberen Etage kam, wo ich die Fenster geschlossen hatte, und nach meinen Kindern rief, die sich eigentlich schon mal die Schuhe hätten anziehen sollen. Aber neee! Was haben sie gemacht? Mal ganz schnell eine Höhle gebaut. Mit allen Decken, Stühlen und dann auch noch mitten im Laufweg. Die Ausweichstrecke war mit Lego zugebaut.
Grundsätzlich finde ich das Engagement meiner Kleinen ja sehr schön, aber nicht wenn wir in 5 Minuten zum Kindergarten losfahren müssen und ich mich dann den ganzen Morgen mit diesem Bauwerk herumärgern muß, weil es wirklich total im Weg steht und ich nicht arbeiten kann.
Also habe ich den Abbruchbefehl erteilt, mit dem Versprechen, daß sie nach dem Kindergarten eine neue Höhle an geeigneter Stelle errichten dürfen.
Hat nix genützt. Die Empörung und Enttäuschung über meine tyrannische Herrschaft wurde lautstark ausgelebt und meine Kinder sind jetzt der Überzeugung, sie seien die ärmsten Mädels im ganzen Städtchen. *seufz* Ich Schwein ich!

Mittwoch, 2. Februar 2011

Wenn Ihr gerade...........

.............ein wenig Zeit habt, dann wäre es schön, wenn Ihr ein paar gute Gedanken nach Queensland richtet. Dort wohnt Jenny, deren Blog ich seit einiger Zeit mit Freuden lese und hat sich mit ihrer Familie vor dem anrückenden Zyklon verschanzt.
Ich glaube, daß sie und ihre Freunde und Nachbarn und alle anderen Menschen dort jede nur mögliche Fürsprache gut gebrauchen können. Hier brennt auf jeden Fall eine Kerze.