Sonntag, 27. November 2011

Nadelbinden - Korgenstich im Detail - neues Projekt

Mir haben die schönen Anleitungen bei Flinkhand sehr gut weitergeholfen und heute habe ich mir gedacht, daß ich mal für die Freihandmethode den Korgenstich ein wenig im Detail photographieren könnte. Aber erst muß ich mal was zu meinem neuen Projekt sagen.
Da liegt mein neuestes Projekt. Es wird ein Schlauchschal. So einen Schlauchschal habe ich jetzt mal in einer Boutique in Strickware gesehen. Luftig, leicht, bauschig und total löcherig. Er war sehr schön, aber die langen Maschen, die schon von rauhen Kundenhänden gezogen worden sind, haben mich davon abgehalten ihn zu kaufen. Ich sah schon die Laufmaschen ins Nirwana fallen.
Meine Idee: Ich nadele mir in Nadelbindetechnik einen Schlauchschal, da sich jede einzelne Masche selber hält und sich auch nicht alles so schnell verzieht.

Dieses Mal nadele ich locker mit einem sehr dünnen Garn.
Ich habe mir von Filatura "Centolavaggi" ausgesucht und es klappt ganz hervorragend.
Es wird aber noch eine Zeit lang dauern. Nadelbinden geht nicht wirklich schnell. Jedenfalls nicht bei mir.

Hier ist jetzt der Korgenstich, den ich dafür verwende.
Die Notation ist hier UOO/UUOO.
Ich bin hier bereits in der zweiten Runde und muß zusehen, daß ich die nächste Masche der zweiten Runde mit der passenden Masche der ersten Runde verbinde. In der ersten Reihe entfällt das Verbinden natürlich.
Die beiden Nadelspitzen zeigen auf die Schlaufen, die jetzt gefragt sind. Die helle Nadel zeigt auf die Schlaufe der ersten Runde, die jetzt mit der zweiten Runde verbunden werden soll.
Die bunte Nadel zeigt auf die Schlaufe der zweiten Runde, die als letzte genadelt wurde.
Jetzt steche ich den Verbindungsstich von vorne (ich finde, es sieht schöner aus) in die Masche der ersten Runde ein und führe die Nadel dann unter der Schlaufe der zuletzt genadelten Masche der zweiten Runde durch und steche damit das "U" (U=under). Der Verbindungsstich zählt hierbei nicht.
So, jetzt ist der Hinstich gesetzt. Der Faden durchgezogen.
Nun komme ich an den Wendepunkt des Stiches, wo der Faden zurück geführt.
In der Notation habe ich jetzt das "UOO" gestochen.
Jetzt komme ich zum "/".
Wo zum Teufel ist den "/" *grins*? Schau mal nach unten. Die Nadel zeigt auf die Schlaufe. Wenn Du jetzt die Schlaufen abzählst und Dir den Hinstich nochmal vor Augen hältst, dann siehst Du ganz rechts, die neue Schlaufe. Die nächste Schlaufe: der Faden wurde darunter hergeführt "U". Bei den nächsten zwei Schlaufen habe ich den Faden darüber geführt. "OO" (O=over).
Jetzt bin ich genau dort, wo die Nadel hinzeigt.
Dort muß ich mit meiner Nadel einstechen und zwar unter die nächsten zwei Schlaufen.
"UU"
Dann tauche ich mit der Nadel wieder auf und führe sie über die nächsten zwei Schlaufen gem: "OO".
Ich ziehe die Nadel durch und ziehe den Faden mit.
Dann ist der Stich fertig und ich kann den nächsten Stich machen.

Ich hoffe, das war jetzt einigermaßen verständlich. Bin ja nun auch eine totale Anfängerin in dieser Hinsicht und vielleicht jaulen jetzt erfahrene Nadelbinder auf. Fehler möge man/frau mir verzeihen.

Kommentare:

  1. Respekt liebe Juliane, das erscheint für mich noch als Strafarbeit. Es schaut aber wunderschön aus. Ich bin gespannt wie der Schal ausschaut wenn Du fertig bist. LG Kirsten

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  2. Na, da hat's aber eine erwischt ;) Bist ja richtig im Nadelbindenrausch. Die Idee mit dem Schlauchschal ist jedenfalls genial!
    lg niki

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