Montag, 24. Oktober 2011

Die Drachin hat ein Boot..............

................und zwar ein Drachenboot.
Bei den Weltenwanderen wurde vor kurzer Zeit einige Kostbarkeiten verlost und ich war die glückliche Gewinnerin des Tiroler-Berge-Pakets.
Am Wochenende traf also ein kleines Packerl bei mir ein und hat mich in Kreis grinsen lassen.
Darin waren vesteckt diese wundervollen Dinge.
Ich habe es mal auf der Herbstdeko meiner Kinder drappiert. *lach* Ein handgesponnener Strang Wolle (für eine Spinnerin ein wundervolles Geschenk), eine Nadel zum Nadelbinden. Das werde ich also in nächster Zeit auch mal ausprobieren und das wundervolle gegossene Drachenboot aus Zinn. Damit ich auch zünftig mit dem Nadelbinden anfangen kann, hat mir Michaela noch ein Knäuel Dochtgarn (pflanzengefärbt) dazugepackt und Nervennahrung, wenn mich der erste Nadelbindefrust überkommt. *grins*

Äußerst passend fand ich jedoch das Drachenboot. Dazu fiel mir direkt eine Begebenheit aus meinen beruflichen Anfängen an. Nach der Ausbildung hatte man mir einen Kollegen für 3 Monate permanent als Partner zugeteilt, der dafür sorgen sollte, daß ich nicht über meine eigenen Füße stolpere, mich und meinen Berufsstand nicht lächerlich mache und abends heil nach Hause komme. Dieser Aufgabe ist er auch sehr gut nachgekommen und über die drei Monate sind wir sehr gute Freunde geworden. Wir passten einfach gut zusammen und waren die zwei Irren vom Dienst. *lach* Dann begab es sich eines Tages, daß wir es einmal ganz besonders eilig hatten aus der Firma zum Arbeitsort zu kommen und mein Kollege Tommy aus dem Schreibraum in den Sozialraum geschossen kam um mich zu suchen. Dabei brüllte er lauthals: "Na wo steckt denn der bleiche Drache schon wieder?!" Das ich in der Zwischenzeit aus einem anderen Arbeitsraum getreten war und praktisch hinter ihm stand, daß hat er dabei nicht mitbekommen. Es war wie im Slapstick. Die Gesichter der Kollegen vor Tommy waren bühnenreif und seine seufzende Frage: "Sie steht hinter mir, nicht wahr?" hätte kein Drehbuchautor besser hinbekommen.
Da leichte Schläge auf den Hinterkopf bekannterweise das Denkvermögen erhöhen war ich in diesem Falle einmal etwas großzügiger. *kicher*
Aber was soll ich sagen? Der "bleiche Drache" hielt sich hartnäckig über Wochen bei meinen Kollegen, die es sich nie entgehen lassen mit Spott für eine entspannte Atmosphäre zu sorgen.

Das Drachenboot trage ich jetzt mit Stolz und freue mich darüber.

1 Kommentar:

  1. Weißt du, auch wenn ich hier mit einem ernsten Gesicht herkomme, dann gehe ich doch immer mit einem großen Schmunzeln weg.....
    Liefs Anett

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