Montag, 31. Januar 2011

Weiße Erinnerungen mit Spitzenbesatz.....

So sehen die Erinnerungen aus,
wenn sie säuberlich in den Schrank gefaltet wurden.
Paradekissen!
Erinnert Ihr Euch vielleicht auch noch daran,
daß Eure Oma diese gestärkten und blütenweißen Spitzenträume
auf dem Ehebett drapiert hatte?
Ich erinnere mich ganz deutlich.
Das Inlett war rot und das Bett sah damit einfach nur prächtig aus.
Wann sie vom Bett verschwunden sind, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, aber irgendwann war die Paradekissenzeit vorbei.

Nun habe ich aus Oma Ännes Kleiderschrank ihren Bestand an Paradekissenbezügen mit nach Hause nehmen dürfen. Insgesamt 7 Paare und ein Paar ist schöner als das Andere.
Eines habe ich für die Spitze ohne Blitz photographiert.
Traumhaft!
Ihr Monogramm in der Mitte.
Handgestickt.
Weiß auf Weiß.
Unterfüttert.
Schöne Erinnerungen an meine Kindheit und meine Oma.
Was ich damit tue?
Hüten.

"Man wird euch vieles über eure Erziehung sagen,
aber wißt,
irgendeine herrliche,
heilige
Erinnerung,
die man aus der Kindheit aufbewahrt,
ist vielleicht die allerbeste Erziehung.
Wenn der Mensch viele solcher
Erinnerungen ins Leben mitnimmt,
so ist er fürs ganze Leben gerettet.
"
Fjodor M. Dostojewski

Kommentare:

  1. Liebe Juliane,
    da bist Du also zur Schatzhüterin geworden. Und ab und zu kannst Du mit den Kindern den Schatz hervorholen, bestaunen, was die Oma selbst gemacht hat und an sie denken. Meine Tochter ist dann immer ganz ehrfürchtig und möchte, dass ich von den Schöpferinnen der Schätze erzähle. Ich hüte übrigens das Stickmustertuch aus dem Handarbeitsunterricht von einer Oma, die ich nie kennengelernt habe (sie ist jung verstorben), dann einen kitschigen Taschentuchbehälter mit ganz wunderbaren umhäkelten Taschentüchern (das könnte ich nie) von einer anderen Oma, Socken von einer weiteren Oma und von der lieben Oma meiner Kindheit die Singer-Nähmaschine, sogar ihr Bandmaß und der Fingerhut sind drin.
    Lg
    Sylke

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  2. @Sylke: Schatzhüterin bin ich schon lange Zeit. Mein Haus ist voll von "alten" Dingen und Schätzen, die ihre Geschichte erzählen und die mir sehr viel bedeuten.
    An neuen Dingen liegt mir längst nicht so viel.

    LG von Juliane

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  3. Liebe Jule,
    ein schönes Vermächtnis, das Du übernommen hast.
    Beim Lesen hab ich eine Gänsehaut bekommen, es hat mich tief berührt.
    Ich bin sicher, dass Du sie gut hütest und ich würde nichts anderes mit ihnen machen. Ab und an Anschauen, ihre Pracht und Schönheit bewundern und in Erinnerungen schwelgen. Und später, wenn es dann leichter fällt diese Erinnerungen teilen...

    Alles Liebe

    Alva

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  4. Oh ja...das kenne ich. Allerdings nicht mit Kissen oder Taschentüchern...meine Oma-Schätze sind Kinderbücher von 1920-1928 und von ihr, handgeschriebene, oft lose Blätter, Rezepte. Teilweise fein säuberlich in Hüllen verpackt.

    Ich drück dich ganz lieb

    Leeve Jrööß
    Schnulli

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  5. Guten Morgen,
    ja jetzt kann ich mich auch wieder erinnern.
    Wie schön, dass diese kleinen Kunstwerke nun jemanden gefunden haben, der sie zu schätzen und zu hüten weiß.
    Am wertvollsten sind sicher die Erinnerungen, die sie mit sich tragen und die mit ihnen auch mit Händen greifbar werden.
    GlG Bernstein

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  6. Ja,liebe Juliane,das ist das wundervolle was bleibt und uns niemand nehmen kann: Erinnerungen.
    Es ist ein schöner Gedanke wie gut behütet diese Schätze bei Dir sind,in Ehren gehalten und geliebt.
    Dankeschön.

    LG Barbara

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  7. Dear Juliane,

    What lovely memories you have of your Grandmother that you can pass on to your children. What lovely embroidered pieces that you can get out time and time again to think about your Grandmother and her life.

    Judy

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