Samstag, 10. Juli 2010

Gesammeltes vom Besuch bei Oma Änne..........

Wetter: Es ist entschieden zu heiß!

Gemerkt: Auch von älteren Mitmenschen erwarte ich, daß sie sich nicht wie die Axt im Walde benehmen (und damit meine ich nicht meine Oma)!

Spinnen: Oma sagt, ich kann es halten wie ein Dachdecker! Ob ich das Garn vor dem Verzwirnen noch ein zwei Tage auf der Spule belasse um sich entwickeln zu lassen, oder ob ich sofort mit dem Verzwirnen anfange, sollte ich nur von meiner Zeit abhängig machen. Sie hätte nie einen großen Unterschied zwischen den Garnen gefunden. Wenn Zeit war, haben sie es früher auf den Spulen gelassen, ansonsten wurde direkt weiter gearbeitet.

Schlittschuhe basteln: Kind mopse sich die Stricknadeln von der Mama, biege sie an den Enden um und hämmere sie unter die Holschken (Holzschuhe). Das gibt annehmbare Schlittschuhe. Wahlweise gehen auch Fahrradspeichen. Tip: Kind lasse sich nicht von den Eltern erwischen.

Gedächtnis: Das war heute leider ausverkauft. Von der Hitze niedergerafft. Oma fragte mich, ob ich schon einen "Freund" hätte! Nun ja. Solche Überraschungen sind mir nicht ganz neu und daher habe ich mich nach der Frage ganz angeregt mit Oma über meinen Mann (leider kehrte die Erinnerung nicht mal nach Ansicht von Fotos wieder), unser Haus (nein wir wohnen nicht mehr bei meinen Eltern) und die vergangenen 10 Jahre unterhalten. Kurz kam ich in Bedrängnis, als meine Oma mir empört vorwarf ihr Nichts von meiner Heirat gesagt zu haben. Aber da sie in ihrem Zimmer Beweisfotos von der Hochzeit hat, konnte ich diesen Vorwurf entkräften. Als hätte ich jemals gewagt ohne Oma zu Heiraten! *schwitz*
Merkwürdigerweise waren ihr Emma und Inge nicht entfallen.

Erkenntnis: Seitdem ich Kinder habe kann ich mich besser in die Befindlichkeiten meiner Oma einfühlen. Ich kann besser Trösten, zum Lachen bringen, Reden, Zuhören, Umarmen, Küßchen geben und Schmusen und auch Dinge wie die Hilfe auf der Toilette ganz selbstverständlich durchführen.
Ich glaube, ich bin etwas erwachsener geworden.
Manchmal.

Geistiges Notizbuch: Der Ring den Oma trägt und in den ihre Initialen eingeprägt sind, hat sie 1937 (mit 14 Jahren) von ihren Eltern zum Schulabschluß geschenkt bekommen. Bezahlt mit einem Schinken und anderen Lebensmitteln. Für Oma ist er wichtig. Sie trägt ihn immer, wenn ich sie sehe.

Kommentare:

  1. Super, was du bei deiner Oma so in Erfahrung bringen konntest! Danke für die tolle Info zum Verzwirnen.
    LG Julia

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  2. Ohja, ich kann mir vorstellen, wir unglaublich wichtig ihr dieser Ring ist. *nick*
    Schön, wenn man sowas hat.

    Normalerweise wäre dieser Kommentar auch noch differenzierter ausgefallen, entschuldige... aber in der Hitze funktioniert mein Kopf nicht richtig.

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