Donnerstag, 28. Mai 2009

Meine Tochter und die Botanik.....

Gestern Nachmittag saß ich gemütlich auf der Terasse und strickte nichts böses ahnend an meinem Tortentuch. Da näherte sich meine Emma mit dem Bobbycar. In der linken Hand eine gemörderte Blüte aus einem Blumenbeet und in der rechten Hand auch.

Und ich Mami habe genickt, die Stirn gerunzelt und ihr zum X-ten Mal erklärt, daß sie keine Blumen aus den Beeten pflücken darf.
Warum auch? Wir haben den Rasen voller Gänseblümchen! Menno!

Am Abendbrottisch fing sie dann an sich zu kratzen. Im Nacken, am Bauch. Allerdings konnte sie dazwischen noch ca. 2 Schnitten Brot verdrücken.
Herr Wollfrosch und ich dachten, daß vielleicht das Schildchen im T-Shirt sie kratzt.
Aber da sagte sie auf einmal, sie hätte ein wenig von den Blumen gegessen!!!!!!
*Kreisch*

Als wir das Kind auszogen sahen wir die Bescherung. Lauter kleine rötliche Frieseln auf dem Rücken, den Bauch, den Armen und den Beinen. Hurrraaaaa!

Nachdem ich dann versucht hatte diese elende Pflanze zu bestimmen (wenigstens konnte ich nach dem Abflücken einer größeren Menge feststellen, daß es ein Wolfsmilchgewächs ist), fand ich heraus, daß wir im Beet eine "Euphorbia Esula" beheimaten.

Die hat dann auch auf den richtigen Esel gewartet, der sie abgrast. Und da fand sich mein Töchterchen.

Gott sei Dank hat der Giftnotruf gesagt, daß das Gift der Pflanze nicht das Körpersystem schädigt und angreift, sondern lediglich für Ausschlag sorgt, der recht harmlos ist.
Also mußten wir nicht zur Schlafenszeit mit dem Mädel ins Krankenhaus fahren.

Aber eines kann ich Euch sagen, ich weiß auf jeden Fall, welche Pflanze ich im Garten demnächst zu ihrem Schöpfer schicke.

Kommentare:

  1. Schockschwerenot!
    Da hätte ich wohl auch Blut und Wasser geschwitzt!
    Gut, dass Emma so glimpflich davongekommen ist!

    AntwortenLöschen
  2. Oh je! Was für ein Schreck! Wie was wirkt weiß man ja auch nicht immer aus dem FF.
    Ich habe, als unsere Kinder klein waren, immer gezittert, weil unsere Nachbarin direkt an der Straße vor ihrem Haus einen Eisenhut stehen hat. Wenn Kinder davon essen, gäbe es keine Chance für sie. Eisenhut gehört zu den giftigsten Pflanzen Europas.
    Dann mal raus damit! Bei mir ist das giftigste im Garten auch alles verschwunden.
    Viele liebe Grüße von Inken

    AntwortenLöschen
  3. Ach herrjeh!! Da bleibt einem als Mutter wirklich kruzzeitig das Herz stehen. Ich bin froh, dass es für Deine Tochter so glimpflich abgegagnen ist. Vielleicht versteht sie nun besser, wenn Du ihr versuchst zu erklären, dass Pflanzen und Blumen allerhöchstens in die Vase aber nicht in den Kindermund gehören.

    Ganz lieben Gruß
    Steffi

    AntwortenLöschen
  4. Auwei, bei Dir ist echt immer was los! Und Deine Kids haben echt tolle Ideen - wer mampft denn schon Blumen aus dem Beet? *tse*
    (Wahrscheinlich denkst Du jetzt, dass sowas nur jemand schreiben kann, der selbst keine Kinder hat - dachte ich auch gerade! :-) )

    Liebe Grüßlein,
    Michaela

    AntwortenLöschen