Dienstag, 22. Januar 2008

Ratlos im Münsterland

Sagt mal, geht es Euch auch manchmal oder immer so, wie mir?
Ich habe so häufig das Gefühl, mir wächst alles über den Kopf. Kinder versorgen, lüften (also nach draußen, können sie ja noch nicht alleine) und bespielen. Haushalt machen mit allem drum und dran. Ja und da wäre dann auch noch ICH. Aber wo?
Ich habe immer das Gefühl etwas von alle dem kommt zu kurz. Entweder sind die Kinder sind zu selten draußen oder die Wollmäuse (ausgewachsene Ratten mittlerweile) liefern sich in den Ecken kämpfe ums Territorium, gewischt habe ich schon seit Wochen nicht mehr. Fenster geputzt seit einem Jahr (ehrlich!) nicht mehr. Oder es bleibt kein bißchen Zeit mehr für mich.

Wie macht ihr das eigentlich? Ich spreche jetzt mal die Mütter unter uns an! Wie habt ihr Euch strukturiert? Bekommt ihr das alles hin? Und wenn ja: Wie zum Donnerwetter?

Ich würde gerne jeder Aufgabe gerecht werden. Dazu zählen Mamaaufgaben, Hausarbeiten und etwas Freizeit (und zwar nicht nur auf abends beschränkt). Bis jetzt schaffe ich immer nur eines oder zwei vernünftig zu machen. Etwas kippt immer hinten herunter. Meist der Haushalt *schäm*

Meldet Euch mal, gerne auch per PM (julchen_strickt AT yahoo DOT de) an mich und ausführlicher. Heute habe ich nämlich schon wieder einen Flash gekriegt als ich unsere Rumpelbude sah.

Ich brauche wirklich mal guten Rat. Irgendwas muß sich ändern und eine gute Idee habe ich dazu leider selber nicht.

Kommentare:

  1. Hallo Jule,
    du schreibst mir aus der Seele.
    Ja, mir geht es ganz genauso. Ich habe mal versucht mit einem Haushaltplan wenigstens den Haushalt so einigermaßen geregelt zu bekommen, aber mit zwei Zwergen kannst du jeden Plan über den Haufen werfen, denn es kommt IMMER anders als geplant.
    Ich habe mir inzwischen angewöhnt die Anforderungen an mich herunter zu schrauben und mich mit dem Haushalt nicht mehr zu stressen. Dann bleibt eben mal was liegen. Aber unangemeldet darf hier auch niemand auftauchen.
    Zeit für mich hab ich auch nur abends und da bin ich dann oft zu müde um noch Bäume auszureißen.
    Aber es wird besser. Chiara ist ja nun schon 4 und sie beschäftigt sich immer öfter alleine oder beschäftigt auch mal ihren kleinen Bruder oder hilft im Haushalt.
    Aber die Frage wo ich und meine Bedürfnisse bleiben habe ich mich auch schon sehr oft gefragt.
    Schade ist nur, dass unsere "Arbeit" so wenig beachtet wird. Es ist ganz einfach selbstverständlich. Das macht mich oft wütend und erstrecht, wenn ich mir z.b. von Schwiegereltern anhören darf, wie einfach es wir Frauen von heute ja haben. Früher haben die Mütter ihre Kinder ja fast auf dem Acker geboren und hinterher weitergearbeitet ;o)
    blablabla... ich könnte noch stundenlang weiterschreiben *lol* Aber du siehst: Du bist nicht allein ;o)

    Liebe Grüße
    deine Leidensgenossin
    Corinna (die heute morgen eine Warensendung zur Post gebracht hat ;o) )

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  2. Ach Julchen...ich kann Dich ja so gut verstehen!!! Als meine drei so klein waren ging es mir auch nicht anders. Ich hab damals das Glück gehabt einen supertollen Babysitter zu finden der einmal in der Woche Nachmittags kam und alle drei "bespielt" und beschäftigt hat. Ich hab in der Zeit Haushalt Haushalt sein lassen und mir eine Auszeit gegönnt. Kaffee mit meiner Freundin, Solarium, bummeln oder ähnliches! Also falls Du einen absolut zuverlässigen Babysitter brauchst...meine Älteste liebt kleine Mäuse. Und das hätte zusätzlich den Vorteil das wir zwei mal zum stricken und klönen kommen würden ;-))
    Also Süße, Kopf hoch! Es kann nur besser werden!
    Aufmunternde Grüße!!
    Suse

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  3. Ach Jule,
    laß den Kopf nicht hängen.
    Als meine Zwei noch so klein waren ging es mir nicht besser.
    Je älter sie werden, desto mehr Zeit kann Du mal für Dich "abknapsen".
    Im Grunde ist es so wie Corinna bereits gesagt hat: frau reisst sich den A**** auf und es wird von dem meisten nicht anerkannt.
    Und so nebenbei bemerkt....ich finde nicht, daß es bei Dir chaotisch aussieht (...oder putzt Du bevor ich zu Besuch komme)
    Wenn man zwei so kleine Mäuse hat und damit auch noch fast den ganzen Tag alleine ist, ist es unmöglich auch noch einen perfekt geputzten Haushalt zu haben.
    Wie Du ja beim letzten Mal gesehen hast, auch mein Haushalt ist nicht pikobello.
    Wenn es jemanden stören sollte, drücke ihm/ihr einen Lappen in die Hand und lasse sie/ihn es erledigen
    (Ich habe das mal mit meinem Vater gemacht, er hat mir gegenüber nie wieder etwas gesagt ;) )

    Das Angebot von Suse klingt übrigens prima, wäre vielleicht mal eine Überlegung wert ;)

    lg Heike

    P.S. Mit einem Treffen sieht es diese Woche schlecht aus.
    Eine Kollegin ist krank geworden und ich muß die ganze Woche arbeiten.

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  4. Auch wenn ich nur einen Zwerg habe, geht es mir genauso wie Dir! Ich spiele aber lieber mit ihm oder gehe mit ihm raus, als den Haushalt 100% zu machen. Und statt abends noch was zu tun, möchte ich dann auch ein kleines bißchen Zeit für mich haben (den Göttergatten ja nicht zu vergessen). Ich bewundere die Mütter, die angeblich alles unter einen Hut kriegen, aber ein Patentrezept habe ich leider nicht. Liebe Grüße, Nina
    www.blogigo.de/Stricklesel

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  5. Hallo Jule,
    ich wollt Dir eine Mail schreiben, schaff es aber einfach nicht - passt ja irgendwie zum Thema.

    Also ich kenn diese Unzufriedenheit und Zerrissenheit. Mir ist dann irgendwann klar geworden, dass ich mir einfach zu viel vorgenommen habe. Daraufhin habe ich wirklich nur noch eine Sachen am Tag vorgenommen, neben Spülmaschine, Essenkochen und Kinder versorgen. Also NUR den Boden saugen oder NUR Wäsche waschen und aufhängen. Und das habe ich dann aber versucht fertig zu machen. Und da ging es mir besser mit. Ich habe damit keine großen Sprünge im Haushalt gemacht, war aber zufriedener. Jetzt wunder ich mich manchmal, wenn ich um 10.00 Uhr schon "fertig" bin, weil die Kleinste halt auch schon größer ist und einfach wieder mehr möglich ist.

    Wenn die Kinder sehr jung sind, ist einfach nicht viel drin, auch wenn das nach dem "Familienunternehmen á la Vorwerk" immer so einfach aussieht. Und selbst wenn die Kinder größer werden, gibt es Rückschläge, weil die Kinder krank werden, weil Du selbst nicht fit bist. DAs ist einfach ganz normal und auch in Ordnung so. Man muss es halt akzeptieren. Und wie gesagt, diese eine Sache am Tag Reglung hat mir damals und auch heute noch einen Ausweg gezeigt.

    Dir einen lieben Gruß
    Ute

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