Donnerstag, 4. Oktober 2007

Besichtigung im Kindergarten

Heute waren wir mit der ganzen Familie im Kindergarten "Traumland" bei uns um die Ecke.
Das ist der Kindergarten in den unsere Kinder gehen sollen, wenn es allein nach uns ginge.
In 5 Minuten zu Fuß zu erreichen und keine Straßenüberquerung vonnöten.

Zudem arbeitet der Kindergarten integrativ. Will heißen: dort werden auch Kinder mit unterschiedlichen Behinderung aufgenommen und zusammen mit den anderen Kindern betreut.
Das finden Roger und ich total stark! Ich persönlich finde, daß beide Seiten voneinander nur profitieren können.
Von unserer Seite aus betrachtet, gibt es doch nichts besseres, früh genug zu lernen, daß nicht alle Menschen gleich und in allen Lebensbereichen unterschiedlich sind. Ich finde, da kann unsere Emma schon von Klein auf Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Geduld und Respekt lernen. UND sie hat dann die Möglichkeit Dinge anders zu sehen, aus einer anderen Perspektive. Vielleicht Lösungsansätze für Probleme zu erfahren, die ihr von alleine nicht eingefallen wären, weil sie eine andere Sicht der Dinge hat.

Leider sehen das andere Eltern nicht so. In unserer Krabbelgruppe habe ich mal erwähnt, daß wir Emma gerne in diesen Kindergarten geben würden. Reaktion einer Mutter: "Ach das ist ja der wo sie auch die Behinderten nehmen!" Einfacher Satz aber der Ton macht die Musik und die Blicke einiger anderer Mütter sprachen auch Bände. Da springt mir doch der Draht aus der Mütze wenn ich so eine Sch...... hören muß. Echt! Wie Emma sagen würde: "Mama kozz...!"

Leider nimmt der Kindergarten zu Schuljahresanfang nur Kinder auf die 3 Jahre oder älter sind. Unsere Emma ist im November geboren und hat daher schlechte Karten. Vielleicht müssen wir doch auf einen anderen Kindergarten ausweichen oder auf Lücke setzen und hoffen, daß im laufenden Kindergartenjahr ein Kind aus dem Kindergarten genommen wird (durch Wegzug) und Emma nachrücken kann.

Wenn das nicht klappt, dann wäre sie 3, 3/4 Jahre alt, bevor sie in den Kindergarten kommt und das haben wir uns so eigentlich nicht vorgestellt.

Gefallen hat es ihr jedenfalls. Sie hat total lieb gespielt und wollte gar nicht mehr weg.
Mal sehen, was die Zeit bringt.

Kommentare:

  1. Hallo Jule,
    Raphael geht in einen integrativen Kindergarten und ich kann nur sagen (so aus meiner Sicht), das ist das beste was passieren konnte.*gg* Raphael´s Kumpel Tom, kann nicht sprechen und ist mit seinen 4 Jahren weit in seiner Entwicklung zurück, aber die 2 verstehen sich absolut und verstehen sich untereinander, mit "Brabbelsprache" und Fingerzeichen.
    Das du eventuell solange auf einen Platz warten musst ist echt doof.
    Bei uns im Kindergarten nehmen sie sogar schon Kinder am 6 Monaten und das ist übrigens in allen Kindergärten bei uns in der Stadt so.
    LG
    Susanne

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  2. Heike aus Datteln4. Oktober 2007 um 21:27

    Hallo Jule,

    lass die in der Krabbelgruppe doch sagen was sie wollen.
    Für die Kinder im Kiga ist es normal, das einige Kinder "anders" sind. Siend lernen dort Menschen so anzunehmen wie sie sind.
    Emma muß sich da wohlfühlen und nicht die "Krabbelgruppenmama"

    lg Heike

    P.S.
    Mein eigener Blog ist fast fertig ;)

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